Beratungen im Bauausschuss
Gemeinde Schöppingen plant 34 neue Häuser

Schöppingen -

Noch ist das Baugebiet Am Überweg nicht abschließend vom Gemeinderat abgesegnet worden – da geht die Verwaltung ein weiteres Baugebiet an. 34 neue Häuser sollen im Baugebiet Am Berg entstehen.

Samstag, 06.05.2017, 06:05 Uhr

Die Gemeinde will weiter wachsen. 34 neue Häuser sollen im Baugebiet Am Berg entstehen. Dem Bauausschuss liegen für seine Sitzung am Montag (8. Mai) um 18.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses entsprechende Pläne vor. Das geplante Baugebiet befindet sich hinter der Straße Bankenbreite und zwischen den Straßen Layenstiege und Am Isinglau. Zum Schöppinger Berg hin geht das Gebiet bis zur Einmündung der Straße Steinbrink.

Die Verwaltung empfiehlt den Politikern, einen Bebauungsplan so weit vorzubereiten, „dass unmittelbar nach der Inkraftsetzung des §13 b Baugesetzbuch und der Fassung des formellen Aufstellungsbeschlusses mit dem formellen Verfahren begonnen werden kann“, heißt es in der Vorlage.

Die Gemeinde will dabei den neuen § 13 b nutzen. Der Städte- und Gemeindebund NRW geht davon aus, dass das Gesetz noch im Mai in Kraft tritt. Die Verwaltung schlägt vor, in der ersten Ratssitzung nach dem Inkrafttreten den formellen Aufstellungsbeschluss nachzuholen.

Der § 13 b ermöglicht unter gewissen Voraussetzungen ein beschleunigtes Verfahren. So entfällt die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden und Träger öffentlicher Belange sowie die Vorprüfung, ob erhebliche Umweltauswirkungen vorliegen. Auch von einer Umweltprüfung sieht der Gesetzgeber ab. Ebenso entfällt die Pflicht zur Eingriffs-/Ausgleichsbilanzierung, inklusive einer Ausgleichserfordernis.

Das Gesetz soll den Kommunen befristet bis Ende 2019 eine schnellere Bauplanung ermöglichen, um damit die Engpässe für den dringend benötigten Wohnungsbau abzumildern, so der Städte- und Gemeindebund.

Noch ist das Baugebiet Am Überweg nicht abschließend vom Gemeinderat abgesegnet worden – da geht die Verwaltung ein weiteres Baugebiet an. „In der Gemeinde besteht nach wie vor ein großer Bedarf an zeitnah mit Wohngebäuden bebaubaren Grundstücken“, so die Verwaltung in der Sitzungsvorlage. Dies zeige sich schon daran, dass es im geplanten Baugebiet Am Überweg eine größere Nachfrage gebe als mögliche Bauplätze. Deshalb hätte sich die Verwaltung um weitere Flächen bemüht.

Durch den Kauf und Tausch von Flächen steht der Gemeinde nun eine Gesamtfläche von 18 169 Quadratmetern zur Verfügung. Da die Grundflächenzahl maximal 0,4 beträgt, ergibt sich eine Grundfläche von 7268 Quadratmetern. Diese Zahl liegt deutlich unter den 10 000 Quadratmeter, für die der neue § 13 b zulässig ist.

Einige Bauplätze sollen der Kirchengemeinde St. Gertrudis Horstmar nach dem Bauleitverfahren aus der eingebrachten Gesamtfläche wieder übereignet werden. „Diese Plätze werden von der Kirche dann im Wege des Erbbaurechts weitergegeben“, so die Verwaltung.

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