Schulabgänger an der Sekundarschule
Meistens steht die Null

Schöppingen -

Wer die Sekundarschule Horstmar-Schöppingen besucht, schafft fast immer einen Schulabschluss. Weit unter einem Prozent beträgt die Quote der Schüler ohne Hauptschulabschluss in den vergangenen Jahren, so Hubertus Drude. „Da bin ich stolz drauf“, sagt der Schulleiter.

Dienstag, 30.05.2017, 06:05 Uhr

Ihren Abschluss schaffen fast alle Schüler an der Sekundarschule.
Ihren Abschluss schaffen fast alle Schüler an der Sekundarschule. Foto: Armin Weigel/dpa

Das geht aus einer jüngst veröffentlichten Statistik des Landesamts für Statistik IT-NRW hervor. Im vergangenen Jahr machten alle 113 Mädchen und Jungen einen Schulabschluss. Ein Jahr zuvor war es ein Junge, der keinen Abschluss schaffte.

Weit unter einem Prozent beträgt die Quote der Schüler ohne Hauptschulabschluss in den vergangenen Jahren, so Hubertus Drude . „Da bin ich stolz drauf“, sagt der Schulleiter. Er hebt dabei aber vor allem die Arbeit des Kollegiums hervor. Die Zahl ist für ihn ein Beweis dafür, „dass das Konzept, wie wir Schüler fördern“ aufgehe.

Außerdem lobt er die finanzielle Unterstützung durch die Kommunen Schöppingen und Horstmar. „Ich habe Glück, dass ich an so einem Ort sein darf“, sagt Hubertus Drude.

Der Schulleiter weiß, dass die Quote unter anderem standortabhängig ist. „Das Klientel spielt natürlich auch eine Rolle.“ Die Sekundarschule hat den Status als Standorttyp eins. Dabei spielt unter anderem die Art der Wohnbebauung im Einzugsgebiet und der Ausländeranteil eine Rolle. Der Ausländeranteil liegt beim Standorttyp eins eigentlich bei unter fünf Prozent.

137 Schüler mit Migrationshintergrund aus 22 Ländern besuchen derzeit die Sekundarschule. Das sind rund 20 Prozent. Zwar könnten diese Deutsch, „aber die Fachsprache im Unterricht ist eine andere als die Alltagssprache“, erklärt Drude.

Durch das weit gesponnene Netzwerk von Partnern gelingt es der Schule, auch schwierigen Schülern zu einem Abschluss zu verhelfen. Das klappt scheinbar so gut, dass sich andere Institutionen schon an die Sekundarschule wenden, um davon zu profitieren.

Gedanken macht sich Drude hingen zu der Zahl der Abschulungen von anderen Schulen auf die Sekundarschule. „Heute hatte ich die 17. Anfrage in diesem Schuljahr“, so Drude am Montag. Er habe sogar schon eine Aufnahme ablehnen müssen. Die Abschulung habe ganz viel negative Folgen für die Kinder, so der Schulleiter.

„Früher haben wir 16 bis 20 Schüler aufgestockt“, so Drude. Offensichtlich melden die Eltern heute ihre Kinder lieber zuerst auf dem Gymnasium an. Manchmal auch mit der späteren Konsequenz des Schultypwechsels.

Rund 60 Prozent der Zehntklässler der Sekundarschule erhalten die Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe. Die meisten wechseln nach der zehnten Klasse noch auf eine andere Schule. Nur eine Minderheit absolviert direkt eine Ausbildung.

Eigentlich ist das Ziel, „den Übergang von der Schule zum Beruf zu erleichtern“, so Drude. Seit fünf Jahren gibt es beispielsweise die Ausbildungsmesse. Regelmäßig stellen Firmen ihre Berufe im Unterricht vor. Die Schule unterstützt zudem Praktika und organisiert eine speziell auf die Jugendlichen abgestimmte Potenzialanalyse. Drude: „Ich wüsste nicht, was wir da noch verbessern können.“

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