Vorbereitungen fürs Blues Festival
Jetzt geht es auch nach Frankfurt

Schöppingen -

Ins Navi muss eine neue Adresse eingegeben werden: Frankfurt Flughafen. Erstmals holen die Veranstalter des Blues Festivals am Freitag Musiker aus der hessischen Metropole ab. „Bisher sind wir mit Düsseldorf ausgekommen“, sagt Richard Hölscher vom Kulturring. Es ist nur ein Detail der langwierigen Planungen für das Festival am Pfingstsamstag und Pfingstsonntag.

Mittwoch, 31.05.2017, 07:05 Uhr

Die Bühne ist bereits am Dienstag aufgebaut worden. In den nächsten Tagen folgen an die technischen Feinheiten, um Musikern und Gästen ein echtes Blues-Erlebnis zu bieten.
Die Bühne ist bereits am Dienstag aufgebaut worden. In den nächsten Tagen folgen an die technischen Feinheiten, um Musikern und Gästen ein echtes Blues-Erlebnis zu bieten. Foto: Rupert Joemann

Marcel Hnida, Joachim Smolinski , Peter Bernsmann und Andreas Gey übernehmen den Transport der Musiker. Sie holen die Gäste nicht nur von den Flughäfen ab, sondern stellen auch den Fahrdienst für die Musiker zu den Hotels und dem Festival-Gelände am Hallenbad sicher.

„Die Bullis haben wir uns geliehen. Mit einem ordentlichen Mietvertrag ist das was anderes, falls mal was passieren sollte“, sagt Richard Hölscher .

Die Bands bucht Hölscher teilweise mehr als ein Jahr im Voraus. Die französische Gruppe Delgres hat er beispielsweise schon im April 2016 angeheuert. Peter Bernsmann wird sie Sonntag am Düsseldorfer Flughafen abholen, Joachim Smolinski direkt nach dem Auftritt wieder zurückfahren.

Die Bands, die aus Übersee kommen, bleiben normalerweise drei Tage. „Wegen des Jetlags“, erklärt Hölscher. Das Buchen der Flüge übernimmt in der Regel ein darauf spezialisierter Agent.

Während des Festivals werden nach jedem Auftritt die Instrumente auf der Bühne ausgetauscht. Undenkbar, dass die Musiker alle auf den gleichen Instrumenten spielen. „Das geht leider nicht in dieser Liga“, sagt Richard Hölscher. Jede Band hat dabei ihre Vorlieben. Zum Beispiel eine Hammond B 3 Orgel oder einen speziellen Verstärker. Kein Problem: Die Schöppinger erfüllen jeden Wunsch.

Karel Noo aus dem Ruhrgebiet und sein Cousin Marten verantworten die Technik auf der Bühne, der Schöppinger Guido Langhorst die Lichttechnik. Da hat sich der Kulturring Profis mit ins Boot geholt.

Doch im Hintergrund lebt das Blues Festival von den vielen ehrenamtlichen Helfern. „Das ist eine Gemeinschaftsleistung“, hebt Richard Hölscher hervor. Rund 70 Ehrenamtliche kümmern sich auf dem Festival-Gelände um einen reibungslosen Ablauf. Darunter der Motorradclub, der den Eingangsbereich kontrolliert. Dazu kommen noch die Mitglieder des Angelsportvereins, die den Campingplatz auf der Festwiese organisieren.

Im vergangenen Jahr nutzte der Kulturring erstmals für Camper auch einen Teil des ASC-Geländes neben dem Hallenbad. „Es ist toll, dass alle in Schöppingen mitziehen“, findet Richard Hölscher.

In den nunmehr 26 Jahren hat sich vieles eingespielt, was bei der Organisation hilft. Doch vor Überraschungen ist niemand sicher. „Im vergangenen Jahr brauchten wir neue Wasseranschlüsse. Die waren ruckzuck da. Ich weiß gar nicht, woher die kamen. Wenn ein Problem auftritt, wird uns geholfen“, freut sich Hölscher über den Zuspruch auf allen Ebenen.

Der Lohn für die Mühen sind zufriedene Musiker und Gäste. Nach München, Berlin und Sylt hat der Kulturring schon Tickets geschickt. Der Campingplatz ist voll.

Die Hotels auch. „Die Hotels in Schöppingen und Eggerode sind voll mit Besuchern“, weiß Richard Hölscher. Die Gäste buchen häufig schon direkt wieder fürs nächste Jahr. Die Musiker bringt der Kulturring in Hotels in der Umgebung unter. Die finden die Fahrer auch ganz ohne Navi.

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