Blues Festival – der Samstag
Alles eins – und einzigartig

Schöppingen -

Erst Blues, wie er entspannter und lässiger kaum sein kann – und dann eine Art Erscheinung. Der erste Festivaltag war eine Wundertüte voller Überraschungen.

Montag, 05.06.2017, 19:06 Uhr

Grace Love kam ohne CD, aber mit viel Power. Die CD soll 2018 folgen.
Grace Love kam ohne CD, aber mit viel Power. Die CD soll 2018 folgen. Foto: Christiane Nitsche

Da rieb sich am Ende mancher erstaunt die Augen. Kaum zwei Stunden vorher war alles so wie man sich das vorstellt beim Blues. Ein alter Haudegen lehnt entspannt im Barhocker, die Gitarre auf dem Schoß, als sei sie ein Enkelkind, das eine dieser langen, von tiefen Emotionen getragenen Geschichten erzählt bekommt. Im Blues ist alles eins: Liebe, Leid, Lust, Lachen. Und Walter Wolfman Washington erschien beim Auftaktabend des 26. Blues Festivals in Schöppingen als Inkarnation des „Old Man“. Selbst Funkiges lieferte „Wolfman“ derart lässig ab, dass viele sich wohlig in die Nacht gewiegt fühlten.

Doch dann gab es eine Art Erscheinung: „My Baby“, die niederländisch-neuseeländische Combo um die charismatische Sängerin und Bassistin Caro van Dijck, brachte eine so eigentümliche wie einzigartige Mischung aus Blues, Rock, Funk, Ethno und Psychedelic auf die Bühne, der sich selbst ausgewiesene Traditionalisten nicht entziehen konnten. „Wollt Ihr Trance Boogie?“, rief Gitarrist Joost van Dijck. Und ja: Alle wollten und feierten das Trio, das angetrieben vom fantastischen Drummer Daniel Johnston das Areal am Vechtebad in eine Partyzone verwandelte.

Dabei hatten Musiker wie Besucher nicht nur mit wiederkehrenden Regenschauern zu kämpfen. Die Techniker kamen arg ins Schwitzen, weil Feuchtigkeit und Strom eben keine Freunde sind.

Bluesfestival – der Samstag

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  • Klasse Musik und großartige Atmosphäre kennzeichneten das Bluesfestival. Foto: Christiane Nitsche
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  • Klasse Musik und großartige Atmosphäre kennzeichneten das Bluesfestival. Foto: Christiane Nitsche

Die machten sich am Samstag dafür einige Newcomer. Allen voran Marc Amacher, alias „Chubby Buddy“, der als Opener das Festival eröffnete und gleich die Latte extrem hoch hängte. Seine auf Blues getrimmte Version von „Personal Jesus“ von Depeche Mode ist kein Vergleich mit der Cover-Version von Johnny Cash – wollte (und muss) das aber auch nicht sein, nicht zuletzt dank der kongenialen Unterstützung von Martin Ziaja am Bass und Jens Golücke (Drums).

Der Blues wäre nicht denkbar ohne große Gitarristen wie Stevie Ray Vaughn. In deren Fußstapfen tritt Mato Nanji, Frontmann von Indigenous. Mit exzessiven Gitarren-Soli und einer Stimme, die mitunter an Eric Clapton erinnerte, erweckte er die Festwiese nach dem ersten Regenansturm wieder zu neuem Leben.

Das gab es besonders fürs junge Publikum mit der Indie-Band „Future Thieves“, von der man sicher noch hören wird. Mit ihrem melodischen, gitarrenlastigen Rock, der an die „Fleet Foxes“ erinnert, nachdenklichen Texten, aber auch Synthie- und Dub-Elementen beendeten sie in Schöppingen ihre erste Europa-Tournee. Zum Finale gab es von ihnen mit ihrem neuesten Song „Hole in My Head“ eine musikalische Botschaft an Donald Trump. Sänger Elliot Collet: „Höre, wie sehr wir dich hassen.“

Die Liebe kam in Person von Grace Love, die am Samstag ihren ersten Europa-Auftritt hatte. Sie gewann ihr Publikum mit der gleichen Leichtigkeit, mit der sie ihrer Stimme mal melancholisches Timbre und mal ein grollendes Statement entlockt. Auch „Kiss“ von Prince drückten sie und ihre Band um den musikalisch wie optisch einzigartigen Gitarristen Tristan Gianola einen eigenen Stempel auf. „Sie zieht das einfach so aus sich raus“, so Festivalchef Richard Hölscher vom Kulturring Schöppingen über den für ihn einzigartigen Auftritt.

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