Zweitniedrigste Gewerbesteuer im Kreis
Geringe Hebesätze in Schöppingen

Schöppingen -

Schöppingen hat bei der Gewerbesteuer den zweitgeringsten Hebesatz im Kreis Borken. In der Vechtegemeinde liegt er bei 411 Prozent, nur in Reken ist er kreisweit mit 400 Prozent geringer.

Freitag, 23.06.2017, 06:06 Uhr

Das geht aus einer Gemeinschaftsveröffentlichung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder für das Jahr 2016 hervor.

Damit belegt Schöppingen den 363. Rang, wobei auf Rang 396 die Kommune mit dem niedrigsten Hebesatz in Nordrhein-Westfalen liegt. Der Gewerbesteuerhebesatz war in Monheim am Rhein (Kreis Mettmann) mit 265 Prozent am niedrigsten und in Heimbach (Kreis Düren), Waldbröl (Oberbergischer Kreis) und Oberhausen mit jeweils 550 Prozent am höchsten.

Bei der Grundsteuer A für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft und bei der Grundsteuer B für die übrigen Grundstücke hat Schöppingen ebenfalls vergleichsweise geringe Hebesätze. Auch hier hat kreisweit nur noch die Kommune Reken geringere Hebesätze: Dort liegt der Satz für die Grundsteuer A bei 180 Prozent und für die Grundsteuer B bei 360 Prozent.

NRW-weit reichte die Spanne bei der Grundsteuer A von 150 Prozent (Verl im Kreis Gütersloh) bis 735 Prozent (Hürtgenwald im Kreis Düren). Den geringsten Hebesatz bei der Grundsteuer B meldete mit 260 Prozent Harsewinkel (Kreis Gütersloh), den höchsten Wert verzeichnete hier mit 959 Prozent Bergneustadt (Oberbergischer Kreis).

Dabei setzt sich der Hebesatz wie folgt zusammen: Für die Berechnung wird zunächst ein Steuermessbetrag ermittelt. Dieser entsteht, wenn auf den Gewerbeertrag eines Unternehmens ein Prozentsatz angewendet wird, die sogenannte Steuermesszahl. Diese beträgt 3,5 Prozent. Den Steuermessbetrag ermittelt das Finanzamt. Die Gemeinde wendet dann auf den Steuermessbetrag ihren Hebesatz an. Ein Beispiel: Liegt der Gewerbesteuermessbetrag bei 800 Euro, und der Hebesatz wie in Schöppingen bei 411 Prozent, liegt die Gewerbesteuer bei 3288 Euro (Messbetrag mal Hebesatz).

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