24-Stunden-Dienst
Heißes Wochenende für Nachwuchs

Schöppingen -

uch Fegen will gelernt sein. Das erfuhren einmal mehr die Mitglieder der Jugendfeuerwehr, die gleich zum Auftakt ihres diesjährigen Berufsfeuerwehrtages zum Besen greifen mussten. Kurz nach Einsatzbeginn der 24-Stunden-Schicht am Samstagmorgen ging zum ersten Mal der Pieper.

Montag, 10.07.2017, 07:07 Uhr

Das Beseitigen einer Ölspur war die erste Aufgabe für den Schöppinger Feuerwehrnachwuchs im Rahmen des Wochenend-Dienstes. Aber es kamen noch etliche Einsätze hinterher.
Das Beseitigen einer Ölspur war die erste Aufgabe für den Schöppinger Feuerwehrnachwuchs im Rahmen des Wochenend-Dienstes. Aber es kamen noch etliche Einsätze hinterher. Foto: Susanne Menzle

Auch Fegen will gelernt sein. Das erfuhren einmal mehr die Mitglieder der Jugendfeuerwehr, die gleich zum Auftakt ihres diesjährigen Berufsfeuerwehrtages zum Besen greifen mussten. Kurz nach Einsatzbeginn der 24-Stunden-Schicht am Samstagmorgen ging zum ersten Mal der Pieper. Eine Ölspur im Hagen in Eggerode. Die 14 der aktuell 17 Jungfeuerwehrkräfte waren in Null-Komma-nichts auf den Einsatzfahrzeugen.

„Die Jugendlichen fiebern diesem Tag eigentlich das ganze Jahr entgegen. Wenn sie dann mit Piepern ausgerüstet werden, ist das ein Gefühl, als ob man endlich sein erstes eigenes Handy in den Händen hält“, grinst Jugendfeuerwehrwart Manfred Marpert über den Eifer seiner Schützlinge. Nur das Ölspur-Beseitigen, das zähle nicht zu den favorisierten Aufgaben des Nachwuchses. „Deshalb haben wir es auch ganz an den Anfang gestellt“, schmunzelt Marpert.

Ein wenig müde greifen die Jungen und Mädchen zum Abstreugerät, anschließend zu den Besen. „Kehrt am besten in eine Richtung, nicht immer hin und her“, tönt es da aus dem Ausbildermund am Seitenrand. Die Jugendlichen grinsen. Sie wissen: Es wird heute für sie garantiert noch spannendere Aufgaben geben.

Und richtig vermutet: Kaum ist das Essen in den Räumen der Wache verspeist, kommt der nächste Alarm: Verdächtiger Rauch auf dem Hof von Josef Schulze Dorfkönig. Da ist die Motivation schon wesentlich größer. Dem ehemaligen Wehrführer muss auf alle Fälle geholfen werden.

Und eine Verschnaufpause ist auch danach nicht drin. Keine Stunde später ein weiteres Unglück: Ein Großfeuer sowie ein Unfall mit Planwagen und mehreren Verletzten an der Berliner Straße. Hier stößt auch die Jugendfeuerwehr aus Horstmar als Unterstützung mit dazu. „Die Leitstelle ist von uns informiert worden und hat die Einsätze ganz real an uns weitergegeben“, erklärt Manfred Marpert. „Es soll – auch, wenn es sich nur um Übungen handelt – schon realistisch wirken.“ Eine Tier- sowie eine Personenrettung auf der Frankenbergstraße muss die Jugendfeuerwehr auch noch absolvieren, bevor es für sie am Samstagabend dann endgültig „Schichtende“ heißt.

Auf den Nachtalarm hatten die Ausbilder in diesem Jahr bewusst verzichtet. „Zu viel Stress – auch für den Nachwuchs“, sagt Manfred Marpert. Aber Zeit, um lange auszuschlafen, bleibt trotz alledem nicht. Gleich um fünf Uhr – zu nachtschlafender Zeit – geht es am Sonntagmorgen weiter: Öl muss vom Gewässer an der Welle beseitigt werden. Und damit nicht genug: Im Anschluss an das Frühstück stehen Löscharbeiten eines Feuers an der Diepenheimstraße an. Kein besonders ruhiges Wochenende für die angehenden Wehrmänner. „Aber das macht auch nichts“, bekräftigt der elfjährige Tim, der seit einer guten Woche zum Team gehört. Er fand das Wochenende „einfach nur cool.“ Von seinem Onkel, ebenfalls Feuerwehrmann, sei er „infiziert“ worden. „Dabei sein und anderen zu helfen, ist alles“, findet er. Und ausschlafen könne man ja auch später – Ende der Woche sind schließlich Sommerferien.

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