Großübung von Jugendfeuerwehr und Jugendmaltesern
Nicht von schlechten Eltern

Schöppingen -

„Ich mache jemanden, der was auf den Kopf gekriegt hat“, blickt sich DRK-Helfer Matthias (Matze) suchend in der Runde um. „Und ich nehme einen gebrochenen Arm“, grinst seine Kollegin Jessica. Die Aussagen hören sich für Außenstehende vielleicht ein wenig brutal an – waren aber lang nicht so gemeint.

Montag, 09.10.2017, 18:10 Uhr

Überall auf dem Platz liegen die „verletzten“ Fahrradfahrer verstreut. Die jungen Helfer erwartet manch böse Überraschung. Bei einer Verletzten (kl. Bild) ragt der gebrochene Knochen aus dem Arm.
Überall auf dem Platz liegen die „verletzten“ Fahrradfahrer verstreut. Die jungen Helfer erwartet manch böse Überraschung. Bei einer Verletzten (kl. Bild) ragt der gebrochene Knochen aus dem Arm. Foto: Susanne Menzel

Im Aufenthaltsraum der Feuerwehr wurden am Samstagmittag potenzielle „Verletzte“ für die Großübung von Jugendfeuerwehr und Jugendmaltesern mit Unterstützung durch die DLRG Schöppingen und das DRK Nienborg-Heek geschminkt. Fachmännisch. Mit allem Drum und Dran.

Da formte Jessica aus Kitt kunstvoll eine Wunde – und einen Knochen noch dazu. „Wenn Dich jemand fragt: Das ist Deine Elle, die da durch die Haut durchgestoßen ist“, lacht sie ihr „Opfer“ an.

Es herrscht eine gelöste Stimmung unter den Mädchen und Jungen, die dem Aufruf von Manfred Marpert zur Teilnahme an der Aktion gefolgt sind. „Wir haben erstmals 150 Schöppinger Kinder und Jugendliche zweier Jahrgänge angeschrieben. Und waren von der Resonanz völlig überrascht. 21 Kids haben sich zurückgemeldet und sind heute auch erschienen“, freut sich der Jugendwart. „Ursprünglich hatten wir geplant, eine Aktion wie diese vielleicht alle zwei Jahre durchzuführen. Wenn wir allerdings so eine große Zahl zum Mitmachen bewegen können, lässt sich diese Übung auch jährlich durchführen“, hofft er.

Zurück in den Schminkraum: Inzwischen sind die Wunden täuschend echt nachgebildet. Hannes „Brillenhämatom“ würde seine Mutter sicherlich in Angst und Schrecken versetzen. Und Fees Platzwunde am Arm ist ebenfalls nicht von schlechten Eltern. Die Kinder haben jedenfalls reichlich Spaß. „Da können wir uns für Halloween einiges abschauen“, warnen sie schon vor. Lukas macht sich noch für die letzten Details an Tobias’ Auge zu schaffen, ein klaffender Riss ist über der Braue zu sehen. „Jetzt werde ich zum Metzger“, scherzt Lukas, während Tobias grinst: „Lass dich nicht abhalten.“

Junge Leute in der Opferrolle

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  • Für die Großübung wurden die Darsteller der Verletzten aufwendig geschminkt. Foto: Susanne Menzel
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Ortswechsel. Eineinhalb Stunden später liegen 21 Mädchen und Jungen auf Plastikplanen verteilt auf dem Rasenstück vor der Lackierhalle von Erich Frenzel im Ebbinghoff. Ein Auto ist in die Fahrrad fahrende Menge gerast. Viele sind „verletzt“, ein Kind sogar „tot“. „Die kann man nach der Überprüfung der Vitalfunktionen erst mal liegen lassen“, gibt Feuerwehrfrau Heike Stening Anweisung. „Zunächst jetzt um die Verletzten kümmern.“ Die wimmern leise vor sich hin. „Das reicht aber nicht“, findet Heike Stening: „Das klingt gar nicht genug nach vielen Schmerzen.“ Und macht gleich einmal vor, wie sich ihrer Meinung nach ein markerschütternder Schrei anzuhören hat. Sehr laut!

Der Nachwuchs von Jugendmaltesern und Jugendfeuerwehr wird derweil unter Begleitung der erfahrenen Mannschaft mit dem Szenario vertraut gemacht. Ansprechen, Puls und Blutdruck messen, bei Bedarf in Seitenlage bringen, den „eingeklemmten“ Jungen mit einem Wärmeschutz abdecken. Fast unter realen Bedingungen sollen die jungen Helferinnen und Helfer hier für ihre zukünftigen Aufgaben geschult werden.

Kurzum: Die Übung hat bei allen Seiten ein positives Echo hervorgerufen. Und als es später noch im Feuerwehrhaus Wurst vom Grill und kühle Getränke von Bürgermeister Franz-Josef Franzbach zur Belohnung gibt, da werden selbst „Tote“ wieder quicklebendig.

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