Diskussion im Umweltausschuss
Blühstreifen: Viel Bürokratie

Schöppingen -

nsekten finden immer weniger Nahrungsquellen. Bruno Lammerskötter (UWG), Vorsitzender des Umweltausschusses, regte in der jüngsten Ausschusssitzung an, ob die Gemeinde Blühstreifen unterstützen soll, um so Insekten neue Nahrungsräume zu bieten.

Freitag, 20.10.2017, 06:10 Uhr

Blühstreifen als Nahrungsräume für Insekten: Diese Idee wurde jetzt im Umweltausschuss diskutiert.
Blühstreifen als Nahrungsräume für Insekten: Diese Idee wurde jetzt im Umweltausschuss diskutiert. Foto: dpa

I„Blühstreifen brauchen magere Standorte. Man muss sie jedes Jahr aussäen“, so CDU-Ausschussmitglied Ursula Uphoff .

Clemens Pohlkemper ( CDU ) sagte, dass Blühstreifen dort angelegt werden müssten, wo sie in Ruhe gelassen werden könnten. Er selbst wolle im nächsten Jahr Blühstreifen mit zusammen rund einem dreiviertel Hektar Fläche säen. Er müsse sich noch informieren, so Pohlkemper, ob es eine Saatmischung gebe, deren Pflanzen mehrere Jahre hintereinander blühen.

Clemens Pohlkemper sah jedoch ganz andere Probleme für die Landwirte. „Blühstreifen werden nicht für die Güllefläche angerechnet“, so der Sachkundige Bürger. Uferrandstreifen hingegen sehr wohl. Für Pohlkemper ist diese Unterscheidung nicht nachvollziehbar.

Die Landwirte müssten die Blühsteifen auf den Quadratmeter genau melden, so Clemens Pohlkemper. Nur wenn die Zahl exakt stimme, gebe es Fördermittel. „Wenn die Luftbilder mehr als 20 Quadratmeter von den Unterlagen abweichen, wird alles über den Haufen geworfen“, so Landschaftswart Antonius Berning. Vielen Bauern sei da der bürokratische Aufwand zu hoch.

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