Schüler unter 800 Ausstellern vertreten
Talenteschmiede holt auf Messe in Nürnberg Bronze

Schöppingen -

Die Kit-Talenteschmiede Schöppingen – Kit steht für Kreativität, Innovation, Technik – hat mit acht Schülern und drei erwachsenen Begleitern die Internationale Erfindermesse „IENA 2017“ vom 2. bis 5. November in Nürnberg als Aussteller besucht.

Donnerstag, 09.11.2017, 12:11 Uhr

Die Talenteschmiede war auf der Messe in Nürnberg vertreten. Auf dem Bild sind (v. l.) Simon Frenzel, Gottfried Wolf, Jan Gausling, Leon Gausling, Moritz Pfeifer und Lukas Deitert mit dem Mini-Wasserkraftwerk (ohne Schwimmerrohre) zu sehen.
Die Talenteschmiede war auf der Messe in Nürnberg vertreten. Auf dem Bild sind (v. l.) Simon Frenzel, Gottfried Wolf, Jan Gausling, Leon Gausling, Moritz Pfeifer und Lukas Deitert mit dem Mini-Wasserkraftwerk (ohne Schwimmerrohre) zu sehen. Foto: Talenteschmiede

„Wir hatten einen kostenfreien Mitstand bei der Bildungsbewegung KIT-Initiative Deutschland, waren aufgrund der sonstigen anfallenden Kosten aber nur vom 3. bis 4. November vor Ort“, informierte am Dienstag Gottfried Wolf , Diplom-Ingenieur und Leiter der Talente-Schmiede. 800 Aussteller aus 30 Länder seien in Nürnberg dabei gewesen – ein Rekord, so Wolf.

Die Gruppe aus Schöppingen stellte in Nürnberg zwei von ihr entwickelte und gebaute Objekte vor und erläuterte den Besuchern die Technik: eine Verpackungsmaschine und ein Mini-Wasserkraftwerk. „Für beide Projekte haben wir je eine Bronze-Medaille und die zugehörige Urkunde erhalten“, informierte ein spürbar glücklicher Leiter der Talenteschmiede.

Begleitet wurden die Schüler von Wolf sowie Richard Raue, Trainer der Kit-Talenteschmiede, und Martin Gausling, Vater von zwei Schülern, die in Nürnberg dabei waren.

Das Mini-Wasserkraftwerk, mit dem die Gruppe aus dem Westmünsterland auf der Messe glänzte, hat Gottfried Wolf entwickelt und mit den Schülern Jan Gausling, Lukas Deitert, Simon Frenzel, Moritz Pfeifer und Leon Gausling in der Talente­schmiede gebaut. Dieses Kraftwerk schwimmt nach Angaben von Wolf auf dem Wasser, ist verankert und dient zur Stromerzeugung in fließenden Gewässern. Das Wasserrad hat einen Durchmesser von 70 Zentimetern und eine vertikale Achse. Es verfügt über fünf Flügel mit dem Abmessungen 300 mal 300 Millimeter. Wolf: „Diese Flügel werden während des Umlaufs durch eine elegante technische Lösung so gesteuert, dass nach dem Auftriebsprinzip dem fließenden Wasser maximal Energie entzogen wird.“ Einer von Andreas Leistikow selbst gebauter Scheiben-Generator werde von dem Wasserrad mit einer Übersetzung 1:6 angetrieben und bringe bei einer Fließgeschwindigkeit von 1,5 Metern pro Sekunde und einer Flügeleintauchtiefe von 250 Millimetern eine Leistung von 120 Watt Gleichstrom bei 30 Volt.

Die Talenteschmiede kooperiert nach Angaben von Gottfried Wolf mit dem Pictorius-Berufskollegs Coesfeld und eben auch mit Andreas Leistikow aus Nottuln.

Vorgestellt wurde in Nürnberg überdies eine in dreijähriger Bauzeit in der Talenteschmiede entstandene Verpackungsmaschine. Für die zeichnen neben Wolf die drei Schüler Johannes Schulze Pröbsting, Jonas Oberberghaus und Mirco Terkuhlen verantwortlich. Wolf: „Anhand von Handskizzen haben die drei Schüler alle Einzelteile hergestellt und montiert.“ Bei der Montage und dem Testlauf hätten sie Montage- und Funktionsprobleme erfahren und gelernt, Problemfälle zu beheben. „Sie lernten in der Realität, ob diese Anwendungsmethode richtig oder falsch ist – und sie lernten das Experimenten“, informiert Wolf weiter. Die Verpackungsmaschine gehöre zu den Krönungsobjekten im Maschinenbau – neben der Handhabungs- und Montagetechnik sowie dem Werkzeugmaschinenbau.

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