Seit 15 Jahren in Eggerode
Ordensschwestern mittendrin

Eggerode -

Der kleine Konvent der Katharinenschwestern im Wallfahrtsort Eggerode feierte am Ostersonntag am 1. April nicht nur das Osterfest: Zwei Schwestern zogen genau vor 15 Jahren, am l. April 2003, in das Haus am Marienplatz 5 ein und nahmen ihre Tätigkeit in der Wallfahrtsseelsorge auf.

Dienstag, 03.04.2018, 06:04 Uhr

Vor 15 Jahren entstand der kleine Konvent der Katharinenschwestern in Eggerode. Auf dem Foto zu sehen sind (v.l.) Pastor Stephan Wolf mit den derzeitigen Ordensschwestern des Konvents, Schwester M. Imeldea und Schwester M. Philomena.
Vor 15 Jahren entstand der kleine Konvent der Katharinenschwestern in Eggerode. Auf dem Foto zu sehen sind (v.l.) Pastor Stephan Wolf mit den derzeitigen Ordensschwestern des Konvents, Schwester M. Imeldea und Schwester M. Philomena. Foto: Alfons Körbel

Den kleinen Konvent leitet Schwester M. Imelda . Sie wurde als Maria Steinke in Layß (Kreis Braunsberg) in Ostpreußen geboren, trat später in den Orden ein und legte ihre Profess 1961 in Münster ab. 32 Jahre war sie als Erzieherin in Kindergärten tätig. Ihr Beruf führte sie über die Stationen Wipperfürt, Wewelsburg bei Paderborn und Schlitz in Hessen wieder zurück nach Münster.

Dazu gehörte Schwester Maria Dorothea. Mit bürgerlichem Namen Klara Krix wurde sie am 18. Oktober 1943 in Süßental (Kreis Allenstein) in Ostpreußen geboren. 1967 trat Klara Krix in den Orden der Katharinenschwestern in Münster ein, wo sie am 2. Februar 1970 ihre ersten Gelübde ablegte, denen am 30. Mai 1977 die ewige Prozess folgte. Schwester Maria Dorothea verstarb am 22. Juni 2005 in Xanten.

Ihr folgte Schwester Maria Philomena Klein am 23. September 2005 in den Wallfahrtsort Eggerode. Geboren in Klingerswalde in Ostpreußen, trat sie mit 21 Jahren in den Orden der Katharinenschwestern in Münster ein und war 30 Jahre in der Altenpflege in Freckenhorst tätig. 2005 blickte sie auf 40 Jahre als Ordensschwester zurück.

Zwischenzeitlich kam Schwester M. Willibalda zur Unterstützung von Schwester M. Imelda nach Eggerode, 88 Jahre alt und im Ruhestand. „Aber für Schwestern gibt es eigentlich keinen Ruhestand“, so Schwester M. Imelda schmunzelnd. Schwester M. Willibalda war 1938 in Braunsberg dem Ordens beigetreten und legte dort im Kriegsjahr 1943 ihre ewige Profess ab.

In Berlin zur Krankenschwester ausgebildet, nahm sie 1943 ihre Tätigkeit am Krankenhaus in Marienburg in Westpreußen auf. Die Flucht 1945 führte sie nach Berlin, wo sie im Gertrauden-Krankenhaus der Katharinenschwestern bis 1946 tätig war. Dann siedelte sie in die Benediktinerabtei Siegburg nach Westdeutschland über. Von 1948 an pflegte sie in Xanten Kranke, bis sie 1960 nach Hamburg wechselte. Von dort ging sie 1966 noch einmal zurück nach Xanten. Als im Jahr 1983 der Neubau des Mutterhauses in Münster begann, wurde ihre Hilfe dort gebraucht. Schwester M. Willibalda verstarb am 8. Dezember 2007 in Münster und wurde am 13. Dezember begraben.

Der kleine Konvent der Katharinenschwestern, heute bestehend aus S. Imelda und S. Philomena, ist nunmehr seit dem 1. April 15 Jahre in Eggerode tätig, „Wir haben den Eindruck, dass wir gebraucht werden“, freuen sich die Ordensschwestern.

Viel haben die Schwestern in Eggerode bewegt: Sie haben die Durchführung der Familiengottesdienste übernommen und die Kirche für Kinder eingeführt. Durch die Mittagsgebete ergeben sich regelmäßig Gespräche mit Wallfahrern, die sie auch gerne über die Geschichte des Wallfahrtsortes informieren und kleine Führungen anbieten. Sie sind zu Ansprechpartnern und zur Anlaufstelle geworden. Sie nehmen Blumenspenden für die Gnadenkapelle entgegen. „Wir fühlen uns mittendrin, kümmern uns um den Tischschmuck im Pfarrheim, werden von der KFD eingeladen und nehmen an den Aktivitäten der Senioren, der Strickgruppe und Veranstaltungen der Vereine teil.“ Auch an den Vorbereitungen der Brictius-Woche sind sie beteiligt und vertreten den Küster an seinen Urlaubstagen.

Die Schwestern betonen beide: „Für uns ist es die schönste Zeit in unserem Ordensleben, eine äußerst befriedigende Tätigkeit.“

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