Blues-Festival mit „Harper“
Die Liebe, der Funk, der Soul – live

Schöppingen -

Love, funk, soul: So lautet der Dreiklang, der für Peter Harper das Herz dessen ausmacht, wofür er lebt. „Wenn du das in dir hast, dann kannst du nicht anders.“ Dass er es kann, davon zeugt eine so lange wie bunte Musikerkarriere – jüngst gekrönt von der CD „Show your Love“, mit der er nun auf Tour geht.

Sonntag, 22.04.2018, 06:04 Uhr

Harper freut sich auf sein erstes Mal beim Blues-Festival Schöppingen. Die Gäste erwartet dabei ein ganz besonderer Musikstilmix.
Harper freut sich auf sein erstes Mal beim Blues-Festival Schöppingen. Die Gäste erwartet dabei ein ganz besonderer Musikstilmix. Foto: Veranstalter

Harper“, wie der in Australien geborene Blues Harpist und Sänger seit seiner Übersiedelung in die USA 2005 überall in der Musikwelt heißt, freut sich unbändig auf seine Premiere beim Blues-Festival Schöppingen. Der 47-Jährige liebt es live zu spielen – bis ins Studio hinein. „Ich versuche, meine CDs so live wie möglich klingen zu lassen.“

Fast alles an Harper ist anders, als man es erwarten könnte: Da ist zum einen der eigenwillige Stilmix aus Blues, Country, Soul, Rock und Funk – getragen von einer hervorragenden Band aus Detroit, mit der Harper auf Tour geht: Midwest Kind. Da ist zum anderen eine starke, warme Stimme, die für US-amerikanische Verhältnisse erstaunlich verspielt sein kann und sich mal rockig, mal soulig, mal folkig gibt.

Und da ist dieses Instrument, das so kaum jemand in der Welt des Blues‘ einsetzt: das Didgeridoo. Nicht etwa, weil er aus Australien kommt, sondern weil ein befreundeter Musiker, der es bei einem Gig mal spielte, ausfiel. „Ich musste es erst lernen“, sagt Harper und lacht. Sechs harte Monate lang habe er geübt, um den Song, für den er es brauchte, auf Tour spielen zu können. Heute will er es nicht mehr missen. „Ich mag den erdigen Ton und die Vibrationen“, erklärt Harper.

Aber wenn er sich entscheiden sollte zwischen der Harmonica und dem Didgeridoo? „Unmöglich“, sagt er prompt. Mit der Harmonica fühlt er sich seit Kindheit verbunden. „Ich war elf Jahre alt, als mein Großvater mir das Spielen beibrachte.“ Derselbe Großvater, der ihn mit der Musik von Howlin‘ Wolf, Muddy Waters und anderen Größen in Verbindung brachte. Stevie Wonder war es schließlich, dessen Harmonica-Spiel ihn am stärksten inspirierte.

Vom Schöppinger Festival habe er schon gehört – nur Gutes, wie er betont. Aber auch sonst hat es ihm die Liebe der Deutschen zu guter, handgemachter Musik angetan. „Ich war schon in Deutschland und fand es großartig“, begeistert er sich. Er sei immer wieder erstaunt, wie gut das Publikum hier zuhöre und mitgehe. Lange her – 2000 hat Harper seine letzte große Tour absolviert.

Jetzt will er Deutschland und Europa für sich gewinnen. „Wir wollen zeigen, dass wir zurück sind“, sagt er. „Und wenn es gut läuft, wollen wir auch wieder öfter hier sein.“

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