Dorfladen eröffnet Samstag
Regionale Handarbeit wertschätzen

Schöppingen -

Schon das fröhlich dreinblickende Schaf auf einem Holzbrettchen lässt erahnen, worum es geht: Produkte aus Schöppingen und der Region. Scopi, so heißt das Schaf, steht aber auch für gute Laune. Der kann bei zwischenmenschlichen Kontakten entstehen. Das sind die wichtigsten Ziele, die einige Schöppinger mit dem neuen Dorfladen verfolgen.

Donnerstag, 26.04.2018, 06:04 Uhr

Ihre handgefertigten Produkte bieten unter anderem (v.l.) Ingrid Walters, Doris Blick und Mariele Egbert ab Samstag in der Fotoscheune des Künstlerdorfs an.
Ihre handgefertigten Produkte bieten unter anderem (v.l.) Ingrid Walters, Doris Blick und Mariele Egbert ab Samstag in der Fotoscheune des Künstlerdorfs an. Foto: Rupert Joemann

Am Samstag (28. April) öffnet der Dorfladen in der Fotoscheune des Künstlerdorfs erstmals von 10 bis 16 Uhr. Danach an jedem Samstag – außer in den Ferien.

„Wir legen Wert auf Handarbeit, möglichst aus der Region“, erklärt Doris Blick das Konzept. Sie selbst bietet Marmeladen und ähnliche Lebensmittel an. Die Früchte stammen aus Schöppingen. Wie zum Beispiel für ihre Kiwi-Marmelade. „Deshalb gibt es davon auch nur 20 Gläser“, sagt Doris Blick schmunzelnd.

Massenware ist nicht das, was die Anbieter anstreben. Hinter ihrer Arbeit steckt vielmehr liebevolle handwerkliche Detailarbeit. „Nichts ist gleich“, sagt Mariele Egbert . Die Schöppingerin verkauft Stofftaschen, alles Unikate. Viele von ihnen bestehen aus gebrauchten Jeanshosen. „Die alten Sachen werden noch einmal aufgewertet“, betont Mariele Egbert. Statt in der Mülltonne zu landen, entsteht aus den Resten etwas Neues.

Auch Ingrid Walters produziert solche Unikate. Bei ihr sind es Stoffpuppen nach Waldorf-Art. Dabei werden überwiegend Naturmaterialien verwendet.

Mit ihren Produkten und dem Dorfladen wollen die Frauen auch zum Nachdenken anregen. Sie wollen mit dem Dorfladen ein Stück weit auch auf die Konsequenzen des globalen Handels aufmerksam machen. Kaufen die Menschen nicht mehr ausreichend in den Dörfern und kleinen Städten, verschwinden immer mehr Geschäfte – und damit auch wichtige Infrastrukturen. Die Initiatoren wollen die Vielfalt in der dörflichen Einkaufslandschaft stärken und somit auch etwas die Lebendigkeit im Ort unterstützen.

„Wie kann man neue Wege gehen auf dem Land?“, fragt Doris Blick. Der Dorfladen soll eine Möglichkeit aufzeigen: lokale und regionale Produkte zu kaufen.

„Wir wollen mit den Menschen klassisch analoge Gespräche führen“, sagt Doris Blick. Man wolle sich mit den Leuten austauschen und Ideen sammeln, ergänzt Mariele Egbert. Dazu möchten die Initiatoren eine ungezwungene Atmosphäre mit einem Kaffee und einem Tee. schaffen „Wir sind aber ein Laden und kein Café“, sagt Mariele Egbert.

Die Betreiber verstehen den Dorfladen vielmehr als eine Begegnungsstätte für Menschen, die handgemachte Dinge schätzen. Neben Doris Blick, Mariele Egbert gehören noch Johannes Hillmann (Biolebensmittel), Verena Klöpper (Papierprodukte, Illustrationen) und Mechthild Klöpper (Papierarbeiten) zu den Dorfladen-Gründern.

Weitere Interessenten aus Schöppingen und der Umgebung können gerne mitmachen, soweit es der Platz erlaubt, so die Initiatoren. Interessenten können samstags zwischen 10 und 16 Uhr mit ihren Produkten vorbeischauen.

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