Flüchtlingsunterkünfte am Tulpenweg
Kein längerer Leerstand befürchtet

Schöppingen -

Fast ein wenig im Verborgenen nehmen die vier Reihenhäuser am Tulpenweg seit Monaten Gestalt an. Von der Umgehungsstraße aus sieht man Baugerüste und darauf Handwerker, die am Dach arbeiten. „Es handelt sich hier um weitere Flüchtlingsunterkünfte, die die Gemeinde Schöppingen erstellt“, erklärt Bürgermeister Franz-Josef Franzbach auf WN-Anfrage.

Donnerstag, 14.06.2018, 18:00 Uhr

Vier Reihenhäuser mit roter Klinkerfassade entstehender derzeit am Tulpenweg für die erwarteten Flüchtlingszuweisungen durch die Bezirksregierung Arnsberg.
Vier Reihenhäuser mit roter Klinkerfassade entstehender derzeit am Tulpenweg für die erwarteten Flüchtlingszuweisungen durch die Bezirksregierung Arnsberg. Foto: Susanne Menzel

Strukturiert seien die Gebäude im Inneren ähnlich wie die Modulhäuser an der Metelener Straße. „An der Metelener Straße haben wir allerdings eine Betonverblendung, am Tulpenweg Klinkerstein, damit sich die Objekte auch optisch besser in das vorhandene Wohngebiet einpassen“, so Franzbach.

Noch lassen die von der Bezirksregierung schon im vergangenen Jahr angekündigten Flüchtlingszuweisungen allerdings auf sich warten. „Aber die Menschen werden kommen“, ist sich der Bürgermeister sicher. „Gerade erst ist wieder ein neues Ehepaar in Schöppingen angekommen.“

Dass Häuser und Wohnungen unter Umständen leer stehen – im Verwaltungsdeutsch: nicht belegt werden – könnten, vermag der Verwaltungschef nicht erkennen: „Nach dem jetzigen Stand der Dinge sind die Zuweisungszahlen seitens der Bezirksregierung Arnsberg sogar noch leicht erhöht worden. Deswegen haben wir uns auch keinen Plan B überlegen müssen, falls die Menschen nicht wie angekündigt nach Schöppingen verwiesen werden.“

Spätestens mit Schließung der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) im nächsten Jahr „wird es Bedarf und Nachfrage geben“, ist Franzbach überzeugt.

Die Neubürger dürfen sich übrigens nicht selbst aussuchen, in welche Wohnung beziehungsweise in welches Haus sie einziehen werden. „Das wird vom Jobcenter geregelt“, sagt Franz-Josef Franzbach. „Dabei wird die Familienstruktur berücksichtigt, also, ob es sich um Alleinreisende oder eine Familie handelt, und ebenso davon abhängig auch der Platzbedarf.“ Auch würden die Mitarbeiter darauf achten, dass die Menschen auch von der Herkunft zueinander passten, damit sich daraus nicht unter Umständen Konfliktpotenzial ergebe.

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