Berufsfeuerwehrtag
Plötzlich werden die „Opfer“ auch noch ohnmächtig

Schöppingen -

Schon vor dem ersten Alarm gibt es jede Menge zu tun: die Fahrzeug müssen geprüft und die Trupps eingeteilt werden. Wer soll Melder sein, wer den Angriff übernehmen und wer ist im Einsatz für die Schläuche verantwortlich? Plötzlich schrillen die Pieper im Dauerton: Es geht los.

Dienstag, 10.07.2018, 19:54 Uhr

Eine Radfahrerin ist unter ein Auto geraten und muss gerettet werden. Plötzlich wird die junge Frau auch noch ohnmächtig.
Eine Radfahrerin ist unter ein Auto geraten und muss gerettet werden. Plötzlich wird die junge Frau auch noch ohnmächtig. Foto: Sabine Sitte

Für ein echtes Feuer war es letztendlich doch zu brenzlig: Zum Berufsfeuerwehrtag am Wochenende hatten die Ausbilder für den Nachwuchs in der Wehr jede Menge Einsätze zur Übung vorbereitet. Doch aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen samt Brandgefahr simulierte stattdessen eine Nebelmaschine die Feuersbrunst im Gebäude.

Über die Jahre ist schon recht viel Routine eingekehrt: Seit 2014 gehört der Berufsfeuerwehrtag samt Übernachtung im Gerätehaus zum Ausbildungsprogramm der Jugendwehr. War es beim ersten Mal für alle noch Neuland und die Aufregung vor den kommenden 24 Stunden recht spürbar, läuft nun Vieles gelassener ab. Doch nicht für jeden der 18 Jugendlichen, die diesmal dabei sind: Luca Schmitz , Vincent Jach und Antonia Nährmann sind neu im Team. Auch auf Inga Hermes wartet eine Herausforderung. Sie wird das erste Mal eine Gruppe leiten.

Vor dem ersten Alarm gibt es jede Menge zu tun: die Fahrzeug müssen geprüft und die Trupps eingeteilt werden. Wer soll Melder sein, wer den Angriff übernehmen und wer ist im Einsatz für die Schläuche verantwortlich? Plötzlich schrillen die Pieper im Dauerton: Es geht los. Die Einsatzzentrale meldet einen Betriebsunfall in der Düsseldorfer Straße; Minuten später rattert das nächste Papier durch das Fax: hilflose Person am Nikolausweg. Die Jugendlichen springen in die Fahrzeuge und mit Blaulicht jagen die Löschzüge zu den Einsatzorten.

Feuerwehrtag: Eine „Katastrophe“ jagt hier die nächste

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  • Anhand verschiedener Notfall-Szenarien übte der Feuerwehr-Nachwuchs für den Ernstfall. Foto: Sabine Sitte
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  • Anhand verschiedener Notfall-Szenarien übte der Feuerwehr-Nachwuchs für den Ernstfall. Foto: Sabine Sitte
  • Anhand verschiedener Notfall-Szenarien übte der Feuerwehr-Nachwuchs für den Ernstfall. Foto: Sabine Sitte
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  • Anhand verschiedener Notfall-Szenarien übte der Feuerwehr-Nachwuchs für den Ernstfall. Foto: Sabine Sitte
  • Anhand verschiedener Notfall-Szenarien übte der Feuerwehr-Nachwuchs für den Ernstfall. Foto: Sabine Sitte
  • Anhand verschiedener Notfall-Szenarien übte der Feuerwehr-Nachwuchs für den Ernstfall. Foto: Sabine Sitte
  • Anhand verschiedener Notfall-Szenarien übte der Feuerwehr-Nachwuchs für den Ernstfall. Foto: Sabine Sitte
  • Anhand verschiedener Notfall-Szenarien übte der Feuerwehr-Nachwuchs für den Ernstfall. Foto: Sabine Sitte
  • Anhand verschiedener Notfall-Szenarien übte der Feuerwehr-Nachwuchs für den Ernstfall. Foto: Sabine Sitte

Der Betriebsunfall entpuppt sich als ein Verkehrsunfall mit zwei Verletzten. Das Auto hat ein junges Mädchen überrollt, das nun hilflos eingeklemmt unter dem Wagen liegt. Die Fahrerin sitzt geschockt und mit Rückenschmerzen hinter dem Steuer. Eine verzwickte Aufgabe für Gruppenleiterin Inga. Wem zuerst helfen? Was zuerst organisieren? An ihrer Seite hilft Ausbilder Thomas Gehring mit sachlichen Tipps. Die Verletzen müssen angesprochen und stabilisiert werden und dann das Auto vorsichtig angehoben. Plötzlich kommt Unruhe auf: Den Verletzten geht es schlechter, sie sind beide ohnmächtig geworden und nicht mehr ansprechbar. Nun ist Eile geboten. Niklas Münstermann setzt mit Holzklötzchen und einem Luftkissen einen stabilen Unterbau unter die Karosserie, Luca darf vorsichtig den Kompressor bedienen. Das Auto bewegt sich in die Höhe. Endlich können die verletzten Mädchen gerettet und medizinisch weiterversorgt werden. Inga Hermes ist sichtlich erleichtert. Es hat alles prima geklappt. Findet auch Thomas Gehring: „Sehr gut. Du bist immer ruhig geblieben.“ Das loben nach der Rückkehr ins Gerätehaus auch die drei Neulinge in der Jugendfeuerwehr. „Inga hat uns ganz klare Anweisungen gegeben“, sagt Luca Schmitz. Auch der 13-jährige hat seinen ersten Einsatz heute gut gemeistert, auch wenn er meint, „wir haben so viel geübt und plötzlich hatte ich alles vergessen“.

Für die nächsten Stunden werden die Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr noch einige Einsätze meistern müssen. Auf dem Plan der Ausbilder stehen die Suche nach einer vermissten Person, das Bergen aus einem Altkleidercontainer, das Beseitigen einer Ölspur und ein Feueralarm. Thomas Gehring betont, dass auch die Einsatzleitstelle in Borken den Berufsfeuerwehrtag gut unterstützt und die Realität professionell nachbildet. „Denen möchten wir auch mal danken.“ In den Pausen ist für Abkühlung gesorgt. Auf dem Hof hinter dem Gerätehaus haben die Männer der Wehr einen Swimmingpool aus Strohballen, Europaletten und Plane improvisiert. Noch treiben aber nur eine Plastikente und ein Einhorn auf dem klaren Wasser.

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