Geschäftsbericht des Rettungsdienstes 2017 im Kreis Borken
Auf die First Responder ist Verlass

Schöppingen -

Das Lob war eindeutig. „Gott sei Dank, dass wir die First Responder haben“, sagte Franz-Josef Franzbach in der jüngsten Ratssitzung. Die Ratsmitglieder klatschten zustimmend. Der Bürgermeister hatte den Geschäftsbericht des Rettungsdienstes 2017 im Kreis Borken vorgestellt.

Dienstag, 17.07.2018, 18:00 Uhr

Die Mitglieder des First-Responder-Teams bereiten sich mit Übungen auf ihre Einsätze vor. Nur dank ihres Engagements wird in über 90 Prozent der Rettungsfahrten die Zwölf-Minuten-Hilfsfrist eingehalten.
Die Mitglieder des First-Responder-Teams bereiten sich mit Übungen auf ihre Einsätze vor. Nur dank ihres Engagements wird in über 90 Prozent der Rettungsfahrten die Zwölf-Minuten-Hilfsfrist eingehalten. Foto: FFW Schöppingen

Ohne die First Responder betrug die erreichte Quote in Schöppingen 79,81 Prozent, mit den ehrenamtlichen Helfern 92,14 Prozent (Vorjahr: 89,6 Prozent). Innerhalb der zwölfminütigen Hilfsfrist soll der Rettungsdienst an der Einsatzstelle sein. Franzbach sah zwar „eine positive Entwicklung“ bei den Einsätzen ohne die First Responder, fand aber auch, dass „das nicht ausreicht“.

In den Vorjahren hatte Schöppingen kreisweit – ohne First Responder – die schlechteste Quote. Im vergangenen Jahr gab die Vechtegemeinde die rote Laterne an Reken abgegeben. Reken wies eine Quote von 79,23 Prozent auf.

Im Vergleich zum Vorjahr hatte sich die Quote – ohne die First Responder – um vier Prozentpunkte auf fast 80 Prozent verbessert. Das liege daran, so Franzbach, dass der Rettungswagen der Johanniter-Unfall-Hilfe in Heek seltener für Krankenfahrten eingesetzt werde. Das hatten Kreisvertreter im Februar 2017 in einer Ratssitzung versprochen.

Die First Responder sind 2017 zu 50 Einsätzen gerufen worden. In allen 40 auswertbaren Fahrten wurde die Zwölf-Minuten-Hilfsfrist eingehalten. Unter bestimmten Bedingungen (z. B. Verlegungsfahrten oder der Rettungstransport ohne Sondersignal) gelten Einsätze als nicht auswertbar.

Zu 318 Einsätzen ist der Rettungsdienst gerufen worden, davon waren 317 auswertbar. In 253 Fällen ist die Hilfsfrist eingehalten worden. Bei 64 Einsätzen wurde die Frist überschritten. Verbessert wird die Bilanz durch die 40 anrechenbaren Einsätze der First Responder.

Die Hilfsfristen in den Zeitintervallen: in den ersten drei Minuten: drei Mal, in drei bis vier Minuten: null Mal, in vier bis fünf Minuten: ein Mal, in fünf bis sechs Minuten: sechs Mal, in sechs bis sieben Minuten: sieben Mal, in acht bis neun Minuten: 69 Mal, in neun bis zehn Minuten: 32 Mal, in zehn bis elf Minuten: 18 Mal, in elf bis zwölf Minuten: 18 Mal.

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