21 Bewerber aus Schöppingen
Schöffen-Wahl: Stichtag ist der 15. Oktober

Schöppingen -

„Bin ich’s oder bin ich’s nicht? Diese Gretchen-Frage stellen sich zurzeit etliche jener Schöppinger, die Anfang des Jahres dem Aufruf der Gemeinde gefolgt waren und sich als Schöffen zur Verfügung stellen wollen. Die Antwort kommt noch.

Freitag, 03.08.2018, 06:01 Uhr

Auch für das Amtsgericht Ahaus werden Schöffen für die nächsten fünf Jahre gesucht.
Auch für das Amtsgericht Ahaus werden Schöffen für die nächsten fünf Jahre gesucht. Foto: Rupert Joemann

„Bisher haben wir nichts dazu gehört, ob wir ausgewählt wurden oder nicht. Oder ob das Verfahren noch läuft“, so die leichte Kritik.

21 Meldungen, so Franz-Josef Gausling, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, seien bei der Kommune eingegangen und im Mai-Amtsblatt auch öffentlich ausgelegt worden. „Wir haben die Liste der Bewerber bereits an die Gerichte weitergeleitet. Die aber haben in ihren zuständigen Ausschüssen Zeit bis zum 15. Oktober, um darüber zu entscheiden.“

Die Amtszeit selbst erstreckt sich über fünf Jahre, beginnt am 1. Januar 2019 und endet am 31. Dezember 2023. Waren früher maximal zwei Amtszeiten als ehrenamtliche Richter möglich, ist diese Beschränkung inzwischen aufgehoben. Franz-Josef Gausling: „Die einzige Vorgabe, die es für die Bewerberinnen und Bewerber noch gibt, ist jene, dass sie mindestens 25 Jahre und maximal 70 Jahre alt sein sollen. Das ist aber eine Soll- und keine Muss-Bestimmung.“ Heißt: Abweichungen sind durchaus möglich.

Natürlich wird bei den Schöffen in spe ein einwandfreier Leumund vorausgesetzt. Sprich Vorstrafen sind nicht akzeptabel. Drittes Kriterium: Die Bewerber müssen deutsche Staatsangehörige sein.

Für das Jugendschöffengericht im Kreis Borken haben sich sechs Männer und Frauen aus Schöppingen gemeldet. Diese Liste beschließt der Jugendhilfeausschuss des Kreises, bevor sie ans Gericht weitergeleitet wird. Auch hier endet die Frist Ende November. Zu besetzen sind zwei Stellen als Jugendschöffen sowie ebenso zwei Stellen als Jugendschöffinnen. Dabei werden die Interessenten aus den Kommunen Vreden, Legden, Stadtlohn, Heek und Schöppingen aus einem gemeinsamen Pool berücksichtigt.

Eine Hauptschöffen-Position ist bei der Strafkammer im Landgericht Münster vakant. Auf das Schöffengericht im Amtsgericht Ahaus entfällt nach Aussage von Franz-Josef Gausling eventuell keine Hauptschöffenstelle, die aus dem Schöppinger Bewerberkreis zu besetzen wäre. Die Jugendstrafkammer im Landgericht Münster sucht noch einen männlichen sowie einen weiblichen Hauptschöffen.

„Die gewählten Personen werden in dem Verfahren von den Gerichten direkt benachrichtigt“, so Gausling. Alle anderen Bewerber werde dann vermutlich die Gemeinde informieren.

Etwas Geduld ist also noch angesagt. Auch bei der Schöffenwahl mahlen Justitias Mühlen etwas langsamer.

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