Trägerverbund hofft auf einen Investor
Zweite Gruppe im Zwergenland geplant

Schöppingen -

Die Kindertagesstätte Zwergenland soll möglicherweise eine zweite Gruppe erhalten. Eventuell gibt es einen Investor, der auf dem vorhandenen Grundstück eine entsprechende Einrichtung bauen will.

Freitag, 10.08.2018, 18:01 Uhr

Diskutierten über die Betreuungssituation in Kitas: (v.l.) Jennifer Ruck, Ingrid Arndt-Brauer, Rainer Sobottka und Claudia Brinkmöller.
Diskutierten über die Betreuungssituation in Kitas: (v.l.) Jennifer Ruck, Ingrid Arndt-Brauer, Rainer Sobottka und Claudia Brinkmöller. Foto: privat

Die Kindertagesstätte Zwergenland soll möglicherweise eine zweite Gruppe erhalten. Das erklärte Claudia Brinkmöller , Geschäftsführerin des Trägerverbunds der evangelischen Kindertageseinrichtungen im Ev. Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken, während eines Besuchs der SPD-Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer .

Eventuell gebe es einen Investor, der auf dem vorhandenen Grundstück eine entsprechende Einrichtung bauen will. Denn aus eigenen Mitteln könne der Verbund das nicht stemmen, so Brinkmöller nach Angaben des SPD-Wahlkreisbüros.

Das alte Gebäude würde abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Hier gebe es aber noch einigen Klärungsbedarf, so Brinkmöller. „Dann ist kein Wechsel der Kinder in eine andere Einrichtung mehr nötig, wenn sie über drei Jahre alt sind“, stellte Kita-Leiterin Jennifer Ruck klar.

Derzeit ist das Zwergenland laut SPD-Wahlkreisbüro die einzige Kita im Kreis Borken mit nur einer Gruppe. Vor zehn Jahren war das Zwergenland als Spielgruppe gestartet, um den Bedarf abzudecken.

Mit der Einführung des Kinderbildungsgesetzes (Kibiz) 2008, wurde die Zahl der Plätze für unter Dreijährige erhöht und durch die Buchung von 25, 35 oder 45 Stunden für die Betreuung stieg der Bedarf. Daraus entstand der Wunsch des Kreises, die Spielgruppe in eine Ein-Gruppen-Kita für unter Dreijährige umzuwandeln.

Ausführlich diskutierten die Teilnehmer, darunter auch der SPD-Ratsherr Rainer Sobottka, die unterschiedlichen Probleme in der Kinderbetreuung. So stellte Brinkmöller klar, dass der Trägerverbund bewusst in der Kita Ferien mache und für drei Wochen schließe. Bei manchen Eltern stoße das auf Unverständnis, denn eine Betreuung an 365 Tagen im Jahr werde schon erwartet, wird die Geschäftsführerin in der Pressemitteilung wiedergegeben. Es sei aber wichtig, dass die Kinder auch Urlaub machen, so Brinkmöller. Lange genug seien die Urlaubstermine den Eltern bekannt, sodass sie das mit ihren Arbeitgebern regeln könnten.

„Aber auch die Arbeitgeber sind da gefragt“, so Arndt-Brauer. Wegen des Fachkräftemangels müssten Arbeitgeber auch so flexibel sein, andere Arbeitszeitmodelle anzubieten, fügte Brinkmöller hinzu. „Außerdem haben auch wir Erzieherinnen Familie“, meinte Jennifer Ruck.

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