Jasmin Fichera Laudano ist Pastoralassistentin in der Pfarrei St. Brictius
Kreatives Arbeiten im Kirchendienst

Schöppingen -

Es ist ein eher ungewöhnlicher kirchlicher Lebenslauf, den Jasmin Fichera Laudano vorweisen kann. Seit dem 1. August ist mit der Stelle als Pastoralassistin in der Pfarrei St. Brictius ein neuer Abschnitt hinzugekommen.

Dienstag, 21.08.2018, 06:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 21.08.2018, 06:00 Uhr
Die kreative Arbeit mit Menschen aller Altersgruppen reizt die Pastoralassistentin Jasmin Fichera Laudano an ihrer neuen Aufgabe.
Die kreative Arbeit mit Menschen aller Altersgruppen reizt die Pastoralassistentin Jasmin Fichera Laudano an ihrer neuen Aufgabe. Foto: Rupert Joemann

„Ich bin überhaupt nicht so kirchlich aufgewachsen“, sagt Jasmin Laudano. Das ist eher ungewöhnlich für angehende Pastoralreferenten. Erst durch die damalige Firmung fand die heute 29-Jährige die Nähe zur Kirche.

Ursprünglich wollte Jasmin Laudano ihren Kindheitstraum als Lehrerin verwirklichen. So studierte sie Englisch, Spanisch und Religion auf Lehramt fürs Gymnasium und die Gesamtschule. Nebenbei engagierte sich die gebürtige Kamenerin in der kirchlichen Jugendarbeit. Dort arbeitete sie mit einer Pastoralassistentin zusammen. Durch die Gespräche dort erfuhr Laudano mehr über das Berufsbild und war begeistert.

„In der Schule ist nicht ein so freier Rahmen möglich“, erzählt die 29-Jährige. Als Pastoralreferentin könne sie kreativer arbeiten. Und das „mit allen Altersgruppen“. Gerade die Abwechslung und die Arbeit im Team reizen die Pastoralassistentin. Einer ihrer Schwerpunkte wird die Arbeit mit den Kindergärten sein.

Ihre Magister-Arbeit hat Jasmin Laudano über das Theologisieren mit Kindern geschrieben. Sie ist überzeugt, dass Erwachsene den Kindern durchaus zutrauen können, selber über gewisse Themen nachzudenken.

Ihr Fachwissen hat sie beim Religionspädagogik-Studium an der Katholischen Hochschule in Paderborn erworben. Zunächst im sechssemestrigen Bachelor-Studium. Anschließend absolvierte sie im Rahmen der Pastoralreferenten-Ausbildung eine einjährige Schulausbildung in Rheinberg, ähnlich einem Lehrer-Referendariat. So darf Laudano in der Schule unterrichten.

Statt die dreijährige Ausbildung zur Pastoralreferentin zu beenden, schob sie das zweijährige Masterstudium ein. „Ich hatte das Gefühl, noch nicht fertig zu sein. Ich wollte mehr theoretischen Hintergrund haben.“

Dass sie offen für Neues und wissbegierig ist, zeigte sich schon in der Jugend. In ihrer Freizeit belegte Jasmin Laudano Italienisch-Kurse. Sie wollte unbedingt die Sprache ihres Vaters sprechen können. Da ihre Mutter kein Italienisch konnte, ihr italienisch-stämmiger Vater aber perfekt Deutsch, wurde zuhause fast nur Deutsch gesprochen. „Sprachen sind meine Leidenschaft“, erzählt sie. So war sie ein Jahr als Au-Pair in den USA, um ihr Englisch zu verbessern. Später studierte Jasmin Laudano ein Semester in Rom.

Mittlerweile wohnt die 29-Jährige mit ihrem Mann in Osterwick. Er hat dort am 1. August eine Stelle als Pastoralreferent angetreten. Kennengelernt haben sich beide im Pauluskolleg in Paderborn. Das Pauluskolleg ist die Wohn- und Ausbildungsstätte der Katholischen Hochschule.

Auch in den kommenden zwei Jahren wird die angehende Pastoralreferentin weiter theoretisch geschult. Durchschnittlich einmal pro Monat muss sie zur Studienwoche nach Münster. Als Mentorin kümmert sich Pastoralreferentin Stefanie Eißing um Jasmin Laudano.

Am Samstag (25. August) hat Laudano bei den Messdienern ihren ersten Termin in Schöppingen. Offiziell stellt sie sich am 1. und 2. September in den Gottesdiensten vor.

„Meine 20er-Jahre waren geprägt von Umzügen. Jetzt habe ich das Gefühl anzukommen“, freut sich Jasmin Fichera Laudano auf ihre neue Aufgabe.

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