Buchpräsentation „Vechtegeschichten – Vechtverhalen“
Geschichten, die die Vechte schreibt

Nordhorn/Schöppingen -

Die Vechte kann trennen, verbinden, unterhalten, nachdenklich machen – und manchmal gar töten. Zumindest in Geschichten. Solche Geschichten sind es, die in dem Werk „Vechtegeschichten – Vechtverhalen“ erzählt werden. Eines haben sie alle gemein: die Vechte.

Donnerstag, 08.11.2018, 06:37 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 07.11.2018, 17:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 08.11.2018, 06:37 Uhr
Etwas nervös, aber glücklich wirkten die Hobbyautoren bei der Präsentation des Buches „Vechtegeschichten – Vechteverhalen“. Dieses entstand aus einem grenzüberschreitenden Literaturwettbewerb, dessen Projektleitung Christiane Nitsche (vorne) inne hatte.
Etwas nervös, aber glücklich wirkten die Hobbyautoren bei der Präsentation des Buches „Vechtegeschichten – Vechteverhalen“. Dieses entstand aus einem grenzüberschreitenden Literaturwettbewerb, dessen Projektleitung Christiane Nitsche (vorne) inne hatte. Foto: Mareike Meiring

Die Vechte kann trennen, verbinden, unterhalten, nachdenklich machen – und manchmal gar töten. Zumindest in Geschichten. Und solche Geschichten sind es, die in dem Werk „Vechtegeschichten – Vechtverhalen“ erzählt werden. Mal traurig, mal fröhlich, mal mysteriös, mal autobiografisch. Eines haben sie alle gemein: die Vechte. Sie fließt zwischen allen Zeilen der fast 200 Seiten des Buchs, das am Dienstag vorgestellt wurde. So verbindet der Fluss zehn deutsche und zehn niederländische Hobbyautoren miteinander, die mit ihren Erzählungen auf den gedruckten Seiten zu Wort kommen.

Es war ein Wettbewerb, der den Anstoß für das Buch gab. Ein Wettbewerb um die besten Geschichten von und mit Menschen aus dem Tal der Vechte, ausgelobt vom Landkreis Grafschaft Bentheim in einer grenzüberschreitenden Kooperation mit Vechtdal Overijssel. „Über ein Jahr ist es her, dass ich begonnen habe, mich mit dem Projekt zu beschäftigen“, sagte die Projektleiterin und freie Journalistin Christiane Nitsche am Dienstagabend bei der Buchvorstellung im Nino-Hochbau in Nordhorn. „Und nicht nur das Projekt ist wahnsinnig spannend, sondern auch die Menschen, die mitgemacht haben.“

Buchpräsentation „Vechtegeschichten – Vechtverhalen“ mit Hobbyautoren in Nordhorn

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  • Grenzüberschreitender Literaturwettbewerb mit deutschen und niederländischen Autoren Foto: Mareike Meiring
  • Grenzüberschreitender Literaturwettbewerb mit deutschen und niederländischen Autoren Foto: Mareike Meiring
  • Grenzüberschreitender Literaturwettbewerb mit deutschen und niederländischen Autoren Foto: Mareike Meiring
  • Grenzüberschreitender Literaturwettbewerb mit deutschen und niederländischen Autoren Foto: Mareike Meiring
  • Grenzüberschreitender Literaturwettbewerb mit deutschen und niederländischen Autoren Foto: Mareike Meiring
  • Grenzüberschreitender Literaturwettbewerb mit deutschen und niederländischen Autoren Foto: Mareike Meiring
  • Grenzüberschreitender Literaturwettbewerb mit deutschen und niederländischen Autoren Foto: Mareike Meiring
  • Grenzüberschreitender Literaturwettbewerb mit deutschen und niederländischen Autoren Foto: Mareike Meiring
  • Grenzüberschreitender Literaturwettbewerb mit deutschen und niederländischen Autoren Foto: Mareike Meiring
  • Grenzüberschreitender Literaturwettbewerb mit deutschen und niederländischen Autoren Foto: Mareike Meiring
  • Grenzüberschreitender Literaturwettbewerb mit deutschen und niederländischen Autoren Foto: Mareike Meiring
  • Grenzüberschreitender Literaturwettbewerb mit deutschen und niederländischen Autoren Foto: Mareike Meiring
  • Grenzüberschreitender Literaturwettbewerb mit deutschen und niederländischen Autoren Foto: Mareike Meiring
  • Grenzüberschreitender Literaturwettbewerb mit deutschen und niederländischen Autoren Foto: Mareike Meiring
  • Grenzüberschreitender Literaturwettbewerb mit deutschen und niederländischen Autoren Foto: Mareike Meiring

Viele Laienerzähler bewarben sich, eine vierköpfige Jury kürte schließlich die besten zehn jeweils aus Deutschland und aus den Niederlanden. Herausgekommen ist eine bunte Vielfalt nicht nur an Autoren, sondern auch an Geschichten. Gedruckt in einem bebilderten, zweisprachigen Band.

„Das Buch wirft einen Blick auf die Menschen, die an der Vechte leben“, sagte Christiane Nitsche. Von der Quelle in Darfeld bis zur Mündung in Zwolle. Und diese Menschen haben einen wahren „Schatz vor der Tür“, wie der Kreisrat des Landkreises Grafschaft Bentheim, Dr. Michael Kiehl, betonte: „Das Vechtetal.“

Davon erzählten dann auch einige der Autoren, die Ausschnitte ihrer Geschichten vortrugen. Sie spielen mal im Krieg, mal kurz danach, mal handelt es sich um Legenden oder Fantasien, mal um Kindheitserinnerungen. Jede Erzählung ist in dem Buch nachzulesen, auf deutsch wie auch auf niederländisch.

Dafür holte das Projektteam die Übersetzerinnen Sigrid Winkler-Borck und Ruth Kuipers mit ins Boot – und stellte sie damit manchmal durchaus vor sprachliche Herausforderungen. „Zum Beispiel, wenn es ums Reimen ging“, erzählte Sigrid Winkler-Borck. Denn längst nicht immer haben niederländische Wörter und ihre deutsche Übersetzung den gleichen Klang. Oder bei „typisch deutschen Redewendungen“, wie die Niederländerin Ruth Kuipers berichtete. „Räuber und Gendarm spielen“, nannte sie als Beispiel. Denn im Niederländischen gibt es diesen besonderen Ausdruck fürs Versteckspielen nicht.

Für die Autorinnen und Autoren ging es in dem Projekt aber nicht nur ums Schreiben – sondern auch ums Erzählen. Das war vor allem der Autorin Antje Köller wichtig zu betonen. „Ich habe schon als Kind gemerkt, dass ich nicht gut lesen kann“, sagte die Deutsche, als sie für die letzte Lesung auf die Bühne trat. Also entwickelte Antje Köller eine besondere Art und Weise, mit Texten umzugehen: „Ich lese zuerst den Anfang und das Ende einer Geschichte. Dann entscheide ich, ob es sich lohnt, den Rest zu lesen.“

Das gleiche Tat sie auch am Dienstagabend – und zwar laut und mit ihrer eigenen Geschichte. Ob es sich lohnt, auch die Mitte zu lesen? Diese Entscheidung überließ Antje Köller den Zuhörern, nachdem sie ihre Erzählung mit vier Worten schloss. „Es ist schön hier“, sagte sie und klappte das Buch zu. Damit sprach sie in dem Moment wohl auch den restlichen Autoren aus der Seele.

Projekt Vechtegeschichten – Vechtverhalen

Ausgelobt hatte den deutsch-niederländischen Literaturwettbewerb zum Thema Vechte und Vechtetal der Landkreis Grafschaft Bentheim mit Vechtdal Overijssel. Gefördert wurde das Projekt durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung der Europäischen Union. Nachdem eine Jury die 20 besten Geschichten auswählte – zehn von deutschen, zehn von niederländischen Autorinnen und Autoren –, trafen sich alle zu einem gemeinsamen Workshop unter der Leitung von Christiane Nitsche und Frits Snijders. Nach intensiver Arbeit waren am Ende alle Texte druckreif für den zweisprachigen Band. Die Fotos darin stammen aus dem grenzüberschreitenden Fotowettbewerb „Meine Vechte“ aus dem Jahr 2015.  

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