Kraftwerk Künstlerdorf: Projekt wird 1,5 Millionen Euro teurer
Verwaltung zieht ins Möbelhaus

Schöppingen -

Die Gemeindeverwaltung zieht in das bisherige Möbelhaus Rotterdam an der Amtsstraße um – zumindest vorübergehend. Das beschloss der Gemeinderat am Montag in seiner Sitzung einstimmig.

Dienstag, 13.11.2018, 18:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 13.11.2018, 00:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 13.11.2018, 18:00 Uhr
In das bisherige Möbelhaus Rotterdam zieht die Gemeindeverwaltung im kommenden Jahr für etwa eineinhalb Jahre übergangsweise um.
In das bisherige Möbelhaus Rotterdam zieht die Gemeindeverwaltung im kommenden Jahr für etwa eineinhalb Jahre übergangsweise um. Foto: Rupert Joemann

Der Umzug ist notwendig, da das Rathaus im kommenden Jahr saniert werden soll. Bürgermeister Franz-Josef Franzbach erklärte, dass die Verwaltung das Haus etwa eineinhalb Jahre nutzen werde. Das sei mit dem neuen Gebäudeinhaber besprochen.

Das Möbelhaus Rotterdam will Ende des Jahres seinen Neubau an der Umgehungsstraße beziehen.

„Besser kann es uns eigentlich nicht treffen“, sagte Franzbach. Der Umzug an die Amtsstraße sei mit deutlich geringerem Aufwand und niedrigeren Kosten verbunden als das Mieten von Bürocontainern. Franzbach wies darauf hin, dass der Umzug gerade für die EDV „eine Mammutveranstaltung“ sei.

Er rechnet damit, dass die Sanierungsarbeiten am Rathaus im Frühsommer beginnen. Während der Termin noch nicht feststeht, ist aber schon klar, dass das Gesamtprojekt „Kraftwerk Künstlerdorf“ der Regionale 2016 rund 1,5 Millionen Euro teurer wird. Das teilte Franzbach den Ratsmitgliedern mit. Zu dem Projekt gehören neben der Rathaus-Sanierung auch die Umgestaltung der Kulturhalle inklusive neuer Biomasse-Heizung sowie die Freiraum-Neugestaltung vom Künstlerdorf bis hin zum Spielplatz neben dem St.-Nikolaus-Kindergarten.

Die Gesamtkosten belaufen sich jetzt auf etwa 6,3 Millionen Euro. Jeweils die Hälfte – auch der Mehrkosten – übernehmen das Land Nordrhein-Westfalen und die Gemeinde.

Der größte Teil der Mehrkosten entsteht bei der Sanierung des Rathauses. Die bisherige Kalkulation habe „auf sehr rudimentären Angaben“ gefußt, so Franz-Josef Franzbach. Bei den ersten Planungen sei zum Beispiel der Anbau nicht eingeplant gewesen. Dort ist künftig der Aufzug untergebracht. Auch die Barrierefreiheit sei zunächst nicht vorgesehen gewesen. Außerdem müssten die allgemeinen Preissteigerungen mit eingerechnet werden, so der Bürgermeister.

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