Bislang 40 Aufenthaltsberechtigte aufgenommen
Zuweisung der Flüchtlinge erfolgt schleppend

Schöppingen -

40 zugewiesene, aufenthaltsberechtigte Flüchtlinge hat die Gemeinde derzeit aufgenommen. Die Lokalpolitiker hatten sich zuletzt verwundert gezeigt, dass erst so wenige Flüchtlinge in Schöppingen angekommen seien.

Donnerstag, 15.11.2018, 06:00 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 15.11.2018, 06:00 Uhr
Die ersten Flüchtlinge sind in die Wohnmodule an der Metelener Straße eingezogen. Nach derzeitigem Stand muss die Gemeinde 156 Personen aufnehmen. Ob es bei dieser Zahl bleibt, steht allerdings noch nicht fest.
Die ersten Flüchtlinge sind in die Wohnmodule an der Metelener Straße eingezogen. Nach derzeitigem Stand muss die Gemeinde 156 Personen aufnehmen. Ob es bei dieser Zahl bleibt, steht allerdings noch nicht fest. Foto: Rupert Joemann

40 zugewiesene, aufenthaltsberechtigte Flüchtlinge hat die Gemeinde derzeit aufgenommen. Diese Zahl nannte Fachbereichsleiter Franz-Josef Gausling in der jüngsten Ratssitzung. Dazu kommen zehn Personen, die bereits in Schöppingen wohnten oder hierher gezogen sind.

Nach derzeitigem Stand muss die Gemeinde 156 Personen aufnehmen. Die Zuweisung erfolgt durch die Bezirksregierung Arnsberg.

Die Lokalpolitiker hatten sich zuletzt verwundert gezeigt, dass erst so wenige Flüchtlinge in Schöppingen angekommen seien. Die Verwaltung hatte auf die Bezirksregierung verwiesen. Es gebe eine Zielvorgabe mit der Bezirksregierung Arnsberg, so Bürgermeister Franz-Josef Franzbach. So sollten wöchentlich fünf Personen zugewiesen werden.

„Wenn wir keine Flüchtlinge haben, können wir auch keine zuweisen“, erklärte ein Sprecher der Bezirksregierung Arnsberg gegenüber den WN. Es sei deutlich zu merken, dass viel weniger Flüchtlinge nach Deutschland kämen als noch 2015 und 2016.

Ob es bei 156 zugewiesenen Flüchtlingen bleibt, steht nicht fest. Im Dezember will die Bezirksregierung die Quoten für die einzelnen Kommunen in Nordrhein-Westfalen neu berechnen. Diese sollen dann für das kommende Jahr gelten, so der Sprecher.

Ratsfrau Ursula Uphoff (CDU) erklärte, sie habe gehört, es solle in einer Unterkunft einen Wasserrohrbruch gegeben haben. „Es hat eine Undichtigkeit auf dem Dach gegeben“, sagte Bürgermeister Franz-Josef Franzbach. Der Schaden sei behoben worden und unter die Gewährleistung gefallen.

Der Bürgermeister wurde aus dem Rat heraus gefragt, was denn mit den momentan leerstehenden Wohnungen geschehen soll. „Die Wohnungen brauchen wir für die uns zugewiesenen Bürger“, sagte Franzbach.

Im Augenblick hält die Gemeinde Wohnraum für rund 110 Personen vor. Benötigt werden – nach derzeitigem Stand – 156 Plätze. Franzbach: „Wir sind weiter auf der Suche nach geeignetem Wohnraum.“

Er erklärte, dass die Wohnmodule an der Metelener Straße zum Teil schon bezogen seien. Dagegen seien die Häuser am Tulpenweg noch nicht bezugsfertig.

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