Glasfaser im Außenbereich
Lange Distanz bis zum Hausanschluss

Schöppingen -

Im kommenden Frühjahr sollen die ersten Häuser im Außenbereich in Schöppingen ans Glasfasernetz angeschlossen sein. Im Laufe des Jahres 2020 sollen dann alle Interessenten schnelles Internet erhalten.

Samstag, 08.12.2018, 06:00 Uhr
Bereits im Frühjahr 2019 erhalten die ersten Haushalte im Außenbereich schnelles Internet. Darüber freuen sich (v.l.) Bernd Rose (Geschäftsführer Grethen), Ulrich Koers (Bautechniker der Gemeinde), Gerd Gevering (Geschäftsführer Epcan) und Franz-Josef Franzbach (Bürgermeister).
Bereits im Frühjahr 2019 erhalten die ersten Haushalte im Außenbereich schnelles Internet. Darüber freuen sich (v.l.) Bernd Rose (Geschäftsführer Grethen), Ulrich Koers (Bautechniker der Gemeinde), Gerd Gevering (Geschäftsführer Epcan) und Franz-Josef Franzbach (Bürgermeister). Foto: Rupert Joemann

Im kommenden Frühjahr sollen die ersten Häuser im Außenbereich ans Glasfasernetz angeschlossen sein. Das erklärten die Verantwortlichen am Freitag beim offiziellen Beginn der Arbeiten auf dem Ramsberg. Im Laufe des Jahres 2020 sollen dann alle Interessenten schnelles Internet erhalten.

79 Prozent (282) der 360 angeschriebenen Parteien haben bei der Vredener Firma Epcan einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen. Die Tiefbauarbeiten werden vom Legdener Unternehmen Grethen ausgeführt.

Rund 60 Kilometer Tiefbautrassen müssen gelegt werden, so Grethen-Geschäftsführer Bernd Rose. „Das ist schon sehr viel“, sagte Rose.

Ungewöhnlich lang ist auch die Distanz, die von einem Unterverteiler bis zum Haus zurückgelegt werden muss. Im Durchschnitt sind es fast 1000 Meter, so Bernd Rose. „Das ist die längste Durchschnittsdistanz, die wir in unseren bisherigen Projekten hatten“, erklärte Gerd Gevering, Geschäftsführer von Epcan. Die Zahl dürfe aber nicht verwechselt werden mit der Länge auf den privaten Grundstücken, die sei natürlich deutlich geringer, so die Verantwortlichen. „Schöppingen ist eine Flächengemeinde“, erläuterte Bürgermeister Franz-Josef Franzbach. „Wir gucken, wo der Weg kürzer ist, um kostengünstiger arbeiten zu können“, so Gerd Gevering. Deshalb werden einige Schöppinger Haushalte in den Bauerschaften ans Legdener Netz angeschlossen, aber auch umgekehrt.

Zwei Hauptverteiler und 29 Unterverteiler werden installiert. „Anfangs hatten wir mit nur einem Hauptverteiler geplant. Es sind dann aber immer mehr Kunden dazugekommen“, sagte Gevering. So entschlossen sich die Verantwortlichen letztlich für einen zweiten Hauptverteiler.

Die Rohre werden in einer Tiefe von 60 Zentimeter in den Boden eingebracht. Es können aber auch bis zu drei Meter werden, „damit der Baumschutz gewährleistet ist“, so Bernd Rose.

Es gibt auch Häuser, die liegen so ungünstig, dass es sehr schwierig ist, die Kabel dorthin zu legen, so die Verantwortlichen. Aber auch dort wollen die Unternehmen mit den Anwohnern nach Lösungen suchen.

Gefördert wird das Projekt von der Europäischen Union und dem Land Nordrhein-Westfalen mit zusammen 1,8 Millionen Euro. Die Gemeinde muss einen Eigenanteil von 200 000 Euro aufbringen. Schöppingen hat den Förderantrag zusammen mit Heek und Legden eingereicht, die jeweils in gleicher Weise gefördert werden.

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Interessenten können sich bei der Firma Epcan, ' 02564 883374, informieren.

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