Sternsinger
Gelähmte Ángeles freut sich über Hilfe

Schöppingen -

Stefanie Eißings Worte sind in der St.-Brictius-Kirche deutlich zu hören. Die Kinder und Jugendlichen in den ersten Reihen sind mucksmäuschenstill. Sie lauschen der Pastoralreferentin. Eißing schildert gerade am Beispiel der gelähmten Ángeles aus Peru, wofür die Sternsinger sammeln.

Samstag, 05.01.2019, 08:00 Uhr
Die Schöppinger Sternsinger ziehen an zwei Tagen durch den Ort. Die Eggerorder und Gemener Sternsinger folgen am morgigen Sonntag.
Die Schöppinger Sternsinger ziehen an zwei Tagen durch den Ort. Die Eggerorder und Gemener Sternsinger folgen am morgigen Sonntag. Foto: Rupert Joemann

Stefanie Eißing hält den Vortrag, den sie mit Fotos auf einer Leinwand veranschaulicht, am Freitagmorgen im Rahmen des Wortgottesdienstes zur Aussendung der rund 80 Schöppinger Sternsinger.

Die Kinder schauen ganz gebannt auf die Pastoralreferentin und die Bilder. Sie können kaum glauben, dass das peruanische Mädchen trotz seiner Behinderung keinen eigenen Rollstuhl besitzt. Die Mutter muss sie den Berg runtertragen, damit Ángeles zur Schule kann. Auf der holprigen Straße setzt die Mutter ihre Tochter in einen alten Kinderwagen. „Einen Rollstuhl kann sich die Familie nicht leisten“, erzählt Stefanie Eißing. Und eine Krankenversicherung erst recht nicht. Betretendes Schweigen in den Reihen der Sternsinger.

Dann zeigt die Pastoralreferentin Fotos, auf denen Ángeles Therapiestunden erhält. „Ihr sammelt dafür, dass in Peru Menschen mit Behinderung gut am Leben teilhaben können“, sagt Eißing. Und nicht nur dort. Der Erlös der Sternsinger-Aktion fließt auch in Projekte zugunsten von Kindern in armen Regionen weltweit.

Das Motto lautet in diesem Jahr „Wir gehören zusammen“. „Das heißt, dass uns die anderen nicht egal sind“, so Stefanie Eißing. Den Schöppingern jedenfalls offensichtlich nicht.

In 19 Gruppen zogen die rund 80 Sternsinger am Freitag und auch noch heute durch den Ort, um den Menschen den Segen zu bringen und gleichzeitig für die gute Sache zu sammeln. Die Eggeroder und Gemener Sternsinger ziehen am morgigen Sonntag von Haus zu Haus.

Stefanie Eißing hofft, dass sich auch in den kommenden Jahren genügend Sternsinger finden. In diesem Jahr konnten zwar noch alle Bezirke in Schöppingen besetzt werden, aber durch das Aufhören einiger älterer Jugendlicher sei eine Lücke entstanden, so die Pastoralreferentin. „Wir mussten lange telefonieren, um genügend Freiwillige zu bekommen“, sagt Eißing.

Mitgemacht haben neben den Kindern und Jugendlichen auch Pfarrer Thomas Diedershagen und einige Erwachsene.

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