Neujahrskonzert mit Gesang und Trompeten
Majestätisches erklingt in der Kirche

Schöppingen -

Zusammenkommen, um „noch einmal richtig Weihnachten zu erleben“: Für Pfarrer em. Wolfgang Böcker ist das traditionelle Neujahrskonzert in der St.-Brictius-Kirche ein willkommener Anlass für einen langen Moment des Innehaltens. Auch dieses Jahr.

Montag, 07.01.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 10.01.2019, 16:36 Uhr
Gefühlvoll und leidenschaftlich interpretierten (v.l.) Henrike Jacob, Peter Roth und Peter Mönkediek die vorgetragenen Stücke. Unterstützt wurden sie dabei von Markus Lehnert an der Orgel.
Gefühlvoll und leidenschaftlich interpretierten (v.l.) Henrike Jacob, Peter Roth und Peter Mönkediek die vorgetragenen Stücke. Unterstützt wurden sie dabei von Markus Lehnert an der Orgel. Foto: Sabine Sitte

Zusammenkommen, um „noch einmal richtig Weihnachten zu erleben“: Für Pfarrer em. Wolfgang Böcker ist das traditionelle Neujahrskonzert in der St.-Brictius-Kirche ein willkommener Anlass für einen langen Moment des Innehaltens. Das haben ihm am Sonntagabend unzählige Besucher gleichgetan und andächtig den Werken von unter anderem Mozart, Bach und Händel gelauscht.

An den Trompeten brillierten Peter Mönkediek und Peter Roth und an der Orgel Markus Lehnert. Im Ensemble mit der Sopranistin Henrike Jacob haben die Künstler ein musikalisches Glanzlicht gesetzt.

Dass der Termin auf den Tag der Heiligen drei Könige fiel, war Zufall, doch für Wolfgang Böcker ein passender Einstieg. Denn: „Trompeten durften im Mittelalter, in der Renaissance und bis in den Frühbarock nur an Fürstenhöfen erklingen. Sie haben etwas Königliches, Majestätisches an sich.“

Gleich mit dem ersten Stück setzten sich die Instrumente phänomenal in Szene. Von der Empore hoch über dem Kirchenraum erschallten die Fanfarenklänge des Brandenburgischen Konzerts von Johann Sebastian Bach. Gefühlvoll und leidenschaftlich interpretierte Henrike Jacob Werke von Georg Friedrich Händel aus dem Oratorium Samson, der Oper Rinaldo und die Arie „Eternal Source of light Divine“ aus der Ode zum Geburtstag von Königin Anne. Die Sopranistin sang das „Veni Consolator“ von Pater Damian Stachowicz, begleitet von Trompeten und Orgel, und sorgte für Gänsehautmomente beim Publikum.

Mit der exklusiven Programmauswahl haben die Veranstalter – der Freundeskreis Schöppinger Konzerte, die Volkshochschule und die Pfarrei St. Brictius – die Zuhörer gekonnt in die opulente Zeit des Barocks entführt.

Von der beschwingten Suite aus Händels bekannter Wassermusik über Mozarts tänzelndes „Laudate Dominum“ bis hin zum kraftvoll dramatischen Orgelspiel nach Bachs „Toccata und Fuge d-moll“ lauschte das Publikum oftmals mit geschlossenen Augen, vielleicht versunken in prachtvolle Fantasien des damaligen königlichen Glanz und Gloria bei Hofe.

Doch auch einige Weihnachtslieder fehlten nicht: Mit einem Trio Südtiroler Stücke entfalteten die Klänge der Hörner, im Wechsel mit einem musikalischen Zwischenspiel der Orgel, ein wenig winterliches Flair schneebedeckter Berggipfel.

„Das neue Jahr fängt für uns immer gut an“, schmunzelte Peter Mönkediek zum Schluss. „Wir spielen Musik, die wir mögen.“ Und dann setzte das Quartett noch zu einer berührenden Zugabe an: André Lloyd Webbers Requiem „Pie Jesu“. Das Publikum dankte dem Ensemble mit minutenlangem stehendem Applaus für einen eindrucksvollen Musikgenuss.

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