Freiwillige Feuerwehr hält Generalversammlung ab
Zu 64 Einsätzen ausgerückt

Schöppingen -

Die Freiwillige Feuerwehr hat ein Luxusproblem: „Unsere Spinde im Alarmumkleideraum sind alle belegt“, berichtete Ralf Mensing, Leiter der Wehr, zur Generalversammlung am Freitag. Mit 71 Mitgliedern in der aktiven Wehr und stetigem Nachwuchs in der Jugendfeuerwehr hat der Schöppinger Löschzug im Gegensatz zu anderen Orten keine Personalsorgen. Gut so, denn die hohen Einsatzzahlen zeugen vom dringenden Bedarf.

Montag, 21.01.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 21.01.2019, 15:40 Uhr
Die geehrten Feuerwehrleute mit Bürgermeister Franz-Josef Franzbach (l.), dem Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Ralf Mensing (r.) und dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Marco van Schelve (2.v.r.).
Die geehrten Feuerwehrleute mit Bürgermeister Franz-Josef Franzbach (l.), dem Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Ralf Mensing (r.) und dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Marco van Schelve (2.v.r.). Foto: Sabine Sitte

Ein Einsatz richtet sich nicht nach Terminen. So begann die Generalversammlung im Cornhouse mit dezimierter Mannschaft: Zwei Truppen mussten sich im Gemeindegebiet um eine mit Hydrauliköl verschmutzte Fahrbahn kümmern. Derweil dankte Bürgermeister Franz-Josef Franzbach im Namen der Schöppinger Bevölkerung den anwesenden Kameraden für „die beeindruckende Bilanz“ des vergangenen Jahres. Die Entwicklung der Feuerwehr in 2018 sei bemerkenswert. „Sie hatten überdurchschnittlich viele Einsätze, hatten mit Sturm, Hochwasser und Dürre mit den Folgen des Klimawandels zu tun und auch noch viele Fortbildungen absolviert“, so Franzbach. Diese zusammengerechnet sehr hohe Einsatzstundenzahl für das Gemeinwohl verdiene seine Hochachtung. Zu insgesamt 64 Einsätzen war die Schöppinger Wehr in 2018 ausgerückt. Die nachhaltigsten rekapitulierte Wehrleiter Mensing : vom Zusammenprall eines Sattelzuges in die Antonius-Kapelle auf dem Schöppinger Berg über das Sturmtief Friederike bis hin zur erfolgreichen Tierrettung zweier Küken.

Die verschiedenen Herausforderungen bedingen einer umfassenden Aus- und Fortbildung. 92 Mitglieder der Wehr haben im vergangenen Jahr insgesamt 26 Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene besucht und damit mehr als 2750 Unterrichtsstunden in Theorie und Praxis belegt.

Dass die Kameradschaft nicht nur innerhalb der Feuerwehr wichtig ist, sondern auch eine enge Zusammenarbeit mit anderen Institutionen funktioniert, hat der Schöppinger Karnevalsumzug im Februar gezeigt: Erstmalig hatte sich zu diesem Megaereignis ein Stab aus Feuerwehr, Polizei, Ordnungsamt, dem Malteser Hilfsdienst, Technischem Hilfswerk und des NSKKV gebildet, um sich gemeinsam zu organisieren, berichtete Ralf Mensing. Das „schnelle und effiziente kreisübergreifende Hilfesystem“ der Löschzüge lobte Marco van Schelve, stellvertretender Kreisbrandmeister.

Viel Geld investiert die Kommune neben Ausrüstung und moderner Computertechnik derzeit in die neue Schutzkleidung der aktiven Wehr: Die neuen Anzüge sind sandfarben statt des herkömmlichen Schwarz, somit besser sichtbar, im Sommer angenehmer zu tragen und insgesamt leichter. 25 der insgesamt 60 benötigten Garnituren wurden bereits angeschafft.

Die Jugendfeuerwehr feierte in 2018 ihr fünfjähriges Bestehen. Zurzeit absolvieren 19 Jungen und Mädchen im Alter von zwölf bis 17 Jahren die Ausbildung. Sieben Jugendliche wechselten 2018 in die aktive Wehr. Die aktuelle Personalstärke der First Responder beträgt 24 Kameraden.

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