Sitzung am 25. Januar
Rat berät über Haushalt und Antrag der Bürgerschützen

Schöppingen -

Ein Minus von 318 065 Euro sieht der Haushaltsentwurf der Gemeinde für das laufende Jahr vor. Dieser wird bei der nächsten Sitzung ebenso Thema sein wie ein Antrag des Bürgerschützenvereins.

Dienstag, 19.02.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 19.02.2019, 14:48 Uhr
Ingo Artmann ließ sich 2015 nach seinem Königsschuss mit der vereinseigenen Kutsche des Bürgerschützenvereins durchs Dorf fahren.
Ingo Artmann ließ sich 2015 nach seinem Königsschuss mit der vereinseigenen Kutsche des Bürgerschützenvereins durchs Dorf fahren. Foto: privat

Ein Minus von 318 065 Euro sieht der Haushaltsentwurf der Gemeinde für das laufende Jahr vor. Der Gemeinderat wird am Montag (25. Januar) in seiner Sitzung um 18.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses darüber diskutieren und abstimmen. Den Erträgen in Höhe von 12,97 Millionen Euro stehen Aufwendungen von 13,27 Millionen Euro gegenüber.

Mit rund 7,5 Millionen Euro investiert die Gemeinde noch mehr als im vergangenen Jahr (7,2 Millionen Euro). In den kommenden Jahren sieht der Plan dann allerdings deutlich geringere Investitionen vor. Für 2020 sind noch 3,9 Millionen Euro vorgesehen, für 2021 und 2022 mit 990 000 beziehungsweise 600 000 Euro jeweils nicht einmal eine Million Euro.

Der größte Batzen in diesem Jahr sind 4,2 Millionen Euro für Baumaßnahmen, darunter fällt auch die Sanierung des Rathauses. Zudem plant die Verwaltung für zwei Millionen Euro Grundstücke und Gebäude zu kaufen. Hierzu gehört auch das Gelände der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE). Auch muss die Gemeinde noch mehr Unterkünfte für weitere Asylbewerber zur Verfügung stellen.

Für ihre Investitionsmaßnahmen erhält die Gemeinde in diesem Jahr fast 2,9 Millionen Euro Zuschüsse.

Der Bürgerschützenverein hat einen Antrag auf Unterstützung anlässlich des 300-jährigen Bestehens im kommenden Jahr gestellt. Das Jubiläum sei der richtige Zeitpunkt, um notwendige Reparaturen und Ersatzbeschaffungen durchzuführen, so die Bürgerschützen in ihrem Antrag.

So wollen die Schützen sich zum Jubiläum eine neue Fahne anschaffen. Die alte Fahne, 1907 von Dr. Wilp gestiftet, soll „auf Anraten von Sachverständigen nicht mehr zum Fest oder anderen Anlässen“ eingesetzt werden, „da ein Materialzerfall der alten Stoffe sehr wahrscheinlich ist“. Eine Restauration der historischen Fahne sei weder möglich noch sinnvoll. Die Kosten für eine neue Vereinsfahne veranschlagen die Bürgerschützen mit rund 6500 Euro.

An der vereinseigenen, von Heinz Tummel gestifteten Kutsche, sind Erhaltungsmaßnahmen notwendig, um die Verkehrssicherung zu gewährleisten. Hierfür sind 1500 bis 2000 Euro notwendig. Zum Jubiläum wollen die Bürgerschützen eine Festschrift herausbringen. „Sie wird die Geschichte des Vereins beleuchten, insbesondere die letzten 50 Jahre werden in Form eines Bildbandes gestaltet“, heißt es im BSV-Antrag. Das Buch soll relativ preiswert verkauft werden. Für die Herstellung rechnet der Verein mit Kosten in Höhe von circa 3200 Euro.

Als weiteres Thema steht auf der Tagesordnung der zeitlich befristete Weiterbetrieb der ZUE bis Ende 2021.

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