Feuerwehr trainiert in Weeze
Kameraden gewöhnen sich an Hitze

Schöppingen -

Es ist im wahrsten Sinne des Wortes eine heiße Sache. Nur wenige Meter stehen die Feuerwehrkameraden den lodernden Flammen gegenüber. Aber zum Glück nur auf dem Trainingsgelände in Weeze.

Dienstag, 19.03.2019, 18:00 Uhr
Das richtige Verhalten bei verschiedenen Gefahrenlagen mit defekten Gasleitungen trainierten die Schöppinger.
Das richtige Verhalten bei verschiedenen Gefahrenlagen mit defekten Gasleitungen trainierten die Schöppinger.

Es ist im wahrsten Sinne des Wortes eine heiße Sache. Nur wenige Meter stehen die Feuerwehrkameraden den lodernden Flammen gegenüber. Darüber ist Ralf Mensing , Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Schöppingen, hoch erfreut. Denn es handelt sich nicht um einen Ernstfall, sondern nur eine Übung auf dem Trainingsgelände in Weeze.

„Ich freue mich sehr, dass uns die Möglichkeit gegeben worden ist, auf dem Gelände die Heißausbildung zu absolvieren. Das kommt uns sehr entgegen. Denn an unserem Standort können wir so etwas nicht durchführen“, sagte der Gemeindebrandinspektor. Der Übungstag am vergangenen Samstag wurde finanziell von Innogy unterstützt.

13 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Schöppingen hatten die Gelegenheit, auf dem ehemaligen Militärgelände zu trainieren. „Leider hatten wir gleichzeitig noch mehrere Lehrgänge, sonst wären noch mehr Leute mitgefahren“, so Mensing.

Es sei vor allem darum gegangen, sich an die hohen Temperaturen bei solchen Einsätzen zu gewöhnen, so Wehrleiter Mensing. Zudem konnten die Schöppinger üben, mit welcher Taktik sie die verschiedenen Gefahrenlagen bekämpfen können.

Deshalb bekamen die Feuerwehrleute auch unterschiedliche Aufgaben gestellt. So schlugen zum Beispiel aus einem 2,5 Meter hohen Trafogebäude Gasflammen hoch. „Wir hatten wirklich reale Bedingungen“, lobte Mensing die Gegebenheiten. Mit einem stufenlos einstellbaren Hohlstrahlrohr sorgten die Schöppinger für einen Wassernebel, um so die Gasflammen einzudämmen und das Übergreifen auf andere Gegenstände oder Gebäude zu verhindern. „Normalerweise löschen wir die Gasflamme nicht“, erklärte der Gemeindebrandinspektor. Vielmehr lasse man das Gas kontrolliert abbrennen.

Das sah bei einer anderen Übung ganz anders aus. Denn dabei hatten die Wehrmitglieder die Aufgabe, eine Person aus einer Baugrube mit einer beschädigten Gasleitung zu retten. Dazu mussten die mit Atemschutzgeräten ausgestatteten Kameraden das austretende Gas komplett löschen, um die Person retten zu können.

Die letzte Übung bestand darin, die Flamme einer defekten Gasleitung von einem Tankwagen fernzuhalten, damit sich dieser nicht weiter erhitzt.

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