Im Wallfahrtsort zur Ruhe kommen
Erstmals tagen Pilgerleiter in Eggerode

Eggerode -

Es ist eine Premiere gewesen. Erstmals trafen sich Pilgerleiter in Eggerode zu einer Tagung. Jetzt sollen die Wünsche umgesetzt werden.

Montag, 01.04.2019, 18:19 Uhr aktualisiert: 03.04.2019, 17:26 Uhr
42 Teilnehmer kamen zur ersten Pilgerleitertagung nach Eggerode, zudem nahmen die Mitglieder der Wallfahrtsgilde teil.
42 Teilnehmer kamen zur ersten Pilgerleitertagung nach Eggerode, zudem nahmen die Mitglieder der Wallfahrtsgilde teil. Foto: Alfons Körbel

Zur ersten Pilgerleiter-Tagung hatte die Wallfahrtsgilde Eggerode am Wochenende die Pfarreien aus dem Bistum Münster eingeladen. Erschienen waren Vertreter aus Castrop-Rauxel, Vreden, Coesfeld, Heiden, Neuenkirchen, Wettringen, Epe, Münster, Grafenwald, Ahaus, Emsdetten, Waltrop und Havixbeck. Insgesamt nahmen 42 Männer und Frauen teil, hinzu kamen die Mitglieder der Wallfahrtsgilde.

Alle starteten mit einer gemeinschaftlichen Messe in der Wallfahrtskirche sowie einem Marienlob in der Gnadenkapelle in die Tagung. Schließlich begrüßte Pastor Thomas Diedershagen die Gäste im Pfarrheim, wo ein Videofilm von Eggerode gezeigt wurde.

Neuerungen im Wallfahrtsleben

Zu Beginn sprach Wallfahrtsassistent Uwe van de Loo den Leitgedanken zur Wallfahrt 2019 an, die unter dem Motto steht: „Herr, wohin sollen wir gehen?“ ( Johannes 6.68). Sinn der Wallfahrt heutzutage sei es, den Menschen in einer gewissen Orientierungslosigkeit Antworten auf Fragen sowie Hilfen zu geben.

Van de Loo informierte über Neuerungen und Ergänzungen im Wallfahrtsleben: Die Sonntagsandachten, früher Vespern, haben heute eine kürzere Form mit geistigen Impulsen. Bitten und Dankesworte der Pilger aus dem Pilgerbuch werden mit einbezogen. Als wichtig habe sich zudem der persönliche Einzelsegen für jeden Besucher der Sonntagsandacht erwiesen, sagte van der Loo.

Kirchenkonzerte

Zudem finden seit Kurzem Kirchenkonzerte in der Wallfahrtskirche statt, in diesem Jahr zwei an der Zahl. Angeschafft wurde ein E-Piano für die Gnadenkapelle, die Kirchenorgel wird in Kürze überholt und erweitert. Außerdem haben die Gewerbetreibenden aus Eggerode, die „Kreative Eggerode“, einen neuen Ortsprospekt gefördert. Auch Gelder für die Neugestaltung des Marienbrunnens seien schon soweit gesammelt, dass die Arbeiten bald beginnen könnten.

Zum Abschluss der Marienfestwoche wird in diesem Jahr Bischof Dr. Felix Genn aus Münster nach Eggerode kommen.

Im zweiten Tagungsteil hatten die Pilger die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen. Sie konnten über ihre Motivation zur Wallfahrt sprechen und auch darüber, was sie derzeit noch in Eggerode vermissen. Ebenso ging es um Erfahrungen mit anderen Wallfahrtsorten und um die Frage, wie man Pilgern helfen und ihre Wünsche erfüllen könne. Die letzte, wichtige Frage lautete: Wie können Menschen für die Wallfahrt begeistert werden?

Stille und Beschaulichkeit

Zu allen diesen Fragen formulierten die Pilgerleiter Antworten, die von den Mitgliedern der Wallfahrtsgilde nun ausgewertet werden.

Die Gäste betonten, dass der Wallfahrtsort Eggerode sich deutlich von den größeren Wallfahrtsorten unterscheide. In Eggerode könne man zur Ruhe kommen, der Ort zeichne sich durch seine Stille und Beschaulichkeit aus. Schließlich gab es für die Gäste von Schwester Maria Imelda und Matthias Frye eine Führung durch den Wallfahrtsort.

Das Fazit der Pilgerleiter und der Mitglieder der Wallfahrtsgilde: Die Tagung war eine gelungene Veranstaltung, die der Wallfahrt förderlich sein wird.

Wallfahrtsgilde

Die Wallfahrtsgilde wurde am 12. Juli 2013 gegründet. Von 2013 bis 2016 bemühte sich die Wallfahrtsgilde, die Marienfeste in besonderer Weise hervorzuheben und in Gottesdiensten zu feiern.2017 wechselte Pastor Stepan Wolf zur Pfarrei St. Johannes der Täufer nach Coesfeld-Lette.Am 12. Juli 2018 wurde die Wallfahrtsgilde Eggerode wiedergegründet.Eine Arbeitsgruppe von zwölf Mitgliedern trifft sich regelmäßig. Für den Ablauf der Festwoche 2019 haben die Mitglieder unter anderem einen Plan erarbeitet.

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