40 Wanderer unterwegs
Heimatfreunde erkunden die Vechte

Schöppingen/Eggerode -

Rund 40 Wanderer machten sich am Wochenende auf, um ein Stück Vechte zu erkunden. Dabei erfuhren sie neben historischen Fakten auch einige Anekdoten von früher.

Dienstag, 09.04.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 09.04.2019, 15:48 Uhr
Die Wandergruppe stellte sich vor Egberts Mühle für ein Erinnerungsfoto auf.
Die Wandergruppe stellte sich vor Egberts Mühle für ein Erinnerungsfoto auf. Foto: Matthias Frye

Rund 40 Wanderer machten sich am Wochenende auf, um ein Stück Vechte zu erkunden. Dieses Mal führte die Strecke die Heimatfreunde aus Schöppingen und Eggerode vom Hof Schlüter, jetzt Büscher, an den Vechteauen entlang über Egberts Mühle und den Hof Schulze Wasserkönig bis zum Hof Stübbe-Hüsing.

Schon zu Beginn mussten die Teilnehmer eine gewisse Trittfestigkeit beweisen, als es vor dem Hof Schlüter steil am Ufer entlang ging und die Route an zwei Bunkern aus dem Zweiten Weltkrieg vorbeiführte. Andre Busemas referierte auf dem Hof Schlüter (ehemals Schulze Wolping) über die Hofgeschichte, die bis ins frühe 14. Jahrhundert fassbar ist. Schließlich habe sich ein Schlüter aus dem Kreis Soest in die Familie eingeheiratet, der dem Hof den heutigen Namen gab. Wilhelm Münch wies mit alten Fotos auf die Geschichte der Mühle hin, an der schließlich eine Brennerei angeschlossen wurde. Als kleine Reminiszenz an die ehemalige Brennerei wurden als Brückentrunk vor dem Übergang über die Vechte Getränke mit dem Namen „Schlüter“ aus dem Hause Sasse ausgeschenkt, die die Brennrechte der Familie Schlüter übernommen hatten.

Nahe dem Flussverlauf auf Anglerpfaden gelangte die Gruppe zu Egberts Mühle, wo Dieter Langner berichtete, dass die Wassermühle, die einst zum Hof Schulze Wasserkönig gehörte, als Ersatz für eine Windmühle gebaut wurde, die durch Sturm beschädigt worden war. Liebevoll restauriert hatte sie in den 1970er-Jahren die Familie Egbert, die heutigen Besitzer. Auf dem Hof Schulze Wasserkönig informierte Sohn Hendrik zunächst über die aktuelle Situation, danach ging Johannes Schulze Wasserkönig auf die Familiengeschichte ein. Der Hof werde momentan von der zwölften Generation betrieben. Allerdings seien die Hofinhaber häufiger eines unnatürlichen Todes gestorben, etwa durch einen herabfallenden Dachziegel.

Auf dem letzten Teilstück mussten die Wanderer schließlich noch zwei Gräben mit Hilfe von Brettern und Bierkisten überwinden. Zum Schluss ging es dann auf den Hof Stübbe-Hüsing. Die Hofinhaber Andrea und Stefan begrüßten die Gäste mit selbst gemachten Likören und berichteten ebenfalls von ihrer Hofgeschichte.

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