Frühlingsfest Schöppingen
Der Winter hatte keine Chance

Schöppingen -

Frühlingswetter fühlt sich zwar anders an, aber sonnig und trocken sorgte das Wetter dafür, dass viele Besucher den Weg zum Frühlingsfest in die Schöppinger Ortsmitte fanden. Dort erwarteten sie einige Programmhöhepunkte.

Montag, 15.04.2019, 07:30 Uhr aktualisiert: 15.04.2019, 07:40 Uhr
Ein reichhaltiges Angebot erwartete die Besucher des Schöppinger Frühlingsfestes – von buntem Treiben in den Straßen bis zur Ausstellung des Heimatvereins
Ein reichhaltiges Angebot erwartete die Besucher des Schöppinger Frühlingsfestes – von buntem Treiben in den Straßen bis zur Ausstellung des Heimatvereins Foto: Sarah Vortkamp

Die Hauptstraße ist gesperrt, Autos und eine Menge Fahrräder parken in den Seitenstraßen. Geschminkte Kinder laufen an den Händen der Eltern, Seifenblasen fliegen durch die Luft. Nein, das ist kein normaler Sonntag in Schöppingen. Hier ist an diesem Tag der Frühling ausgebrochen – und die große Zahl der Besucher scheint ihn sehnsüchtig erwartet zu haben, auch wenn die Temperaturen noch einen Hauch von Winter haben.

Holzspielzeuge, Airbrushtattoos, Turmbau, ein Labyrinth, Rodelbahn, Geschicklichkeitsspiele, Hüpfburgen und viele weitere Attraktionen werden für die Kinder geboten. Die Instrumente der Feuerwehrkapelle Schöppingen erklingen. Kleine Unternehmensstände ergänzen die offenen Türen der anliegenden Geschäfte und der Flohmarkt hält einige Schätze bereit. Vereine, Institutionen und Verbände präsentieren sich. Für Groß und Klein wird ein riesiges Programm auf die Beine gestellt. Ein bisschen in der Seitenstraße versteckt, entdeckt der aufmerksame Besucher den Angelverein. Die Verantwortlichen zeigen in einem Nebenarm der Vechte, wie man mit der Route umgeht und einen Teil zum Naturschutz beiträgt.

Ein weiteres Highlight: Die Märchenerzählerin Hedwig Raue. Die Rentnerin ist gelernte Erzieherin und hat sich nun zur Märchenerzählerin ausbilden lassen, um weiterhin Zeit mit Kindern verbringen zu können.

Es duftet nach frisch gebackenem Kuchen und Kaffee. Der Heimatverein verkauft dies zur Kaffeezeit und lädt während des Essens zum Staunen und Verweilen ein. In jeder Ecke der Alten Küsterei hängt ein Stück Erinnerung an alten Zeiten. Petra Knierbein und Andre Buse-mas aus dem Vorstand erzählen stolz von den Höhepunkten der aktuellen Ausstellung des Heimatvereins. Nur noch an diesem Sonntag konnten Interessierte diese besinnlichen und religiösen Bilder und Gegenstände entdecken. Thematisch hatten sie sich dem anstehenden Osterfest angepasst. Aber auch immerwährende kulturelle Stücke hängen aus. Mit jedem Ausstellungsstück sind zahlreiche individuelle Erinnerungen verbunden. Dabei schaut sich die Organisatorin besonders gern die Mitgliedsurkunde der Jungfrauensolidarität an. „Das Schriftstück aus dem Jahr 1867 ist das älteste in der Ausstellung.“ In den Verein durften damals nur unverheiratete Frauen, erklärt Knierbein, die seit 19 Jahren im Heimatverein ist. „Anders ist das in unserem Verein“, sagt sie lachend, denn dort könne jeder mitmachen. Dennoch fehlt auch hier der Nachwuchs. Für nächstes Jahr ist eine Ausstellung des Heimatvereins unter dem Motto „Ein Koffer voller Erinnerungen“ geplant.

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