Kameraden üben an Fahrzeugen
Feuerwehr ist auch beim Verkehrsunfall zur Stelle

Schöppingen -

In Dachlage, in Seitenlage und ganz normal auf vier Reifen stehen beziehungsweise liegen die Autos im Hof beim Feuerwehrgerätehaus. Sie sind extra so präpariert, dass die Feuerwehrleute an ihnen den Ernstfall üben können.

Dienstag, 23.04.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 23.04.2019, 09:34 Uhr
In Dachlage, in Seitenlage und ganz normal auf vier Reifen stehen beziehungsweise liegen die Autos im Hof beim Feuerwehrgerätehaus, an denen die Feuerwehrleute den Einsatz üben.
In Dachlage, in Seitenlage und ganz normal auf vier Reifen stehen beziehungsweise liegen die Autos im Hof beim Feuerwehrgerätehaus, an denen die Feuerwehrleute den Einsatz üben. Foto: Sarah Vortkamp

25 Grad Celsius, die Sonne lacht vom Himmel, es ist Ostersamstag – und trotzdem kommen 27 Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Schöppingen an diesem Tag wegen einer besonderen Schulung zusammen. Gemeinsam schleppen sie die circa 25 bis 30 Kilogramm schweren Hydraulikspreizer und -scheren zu den präparierten Fahrzeugen. Und das in der persönlichen Schutzausrüstung, die bei einem Verkehrsunfall getragen wird, bestehend aus Sicherheitsstiefeln, Hosen, T-Shirts, Jacken, Handschuhen und Helmen.

In Dachlage, in Seitenlage und ganz normal auf vier Reifen stehen beziehungsweise liegen die Autos im Hof beim Feuerwehrgerätehaus. An den verschiedenen Stationen erklären die Ausbilder des Herstellerfirma Weber, wie die Kameraden die Geräte nutzen, um eine hilflose, verletzte und eingeklemmte Person aus dem Auto zu retten. Die Firmenvertreter sind selbst erfahrene Feuerwehrmänner und reisen für die Schulungen mit den Hilfsgeräten zu den verschiedenen örtlichen Wehren. Nach einem dreistündigen theoretischen Vormittag folgt ein praxisorientierter Nachmittag, bei dem richtig angepackt werden muss.

Die Feuerwehr übte mit schwerem Gerät.

Die Feuerwehr übte mit schwerem Gerät. Foto: Sarah Vortkamp

„So oft hat man solche Einsätze ja nicht, heute können wir Erfahrungen sammeln“, sagt die Hauptfeuerwehrfrau und stellvertretende Gruppenführerin Rabea Holste . Die 25-jährige Schöppingerin ist eine der fünf Frauen in der circa 60-köpfigen Truppe.

„Wir üben heute auch die Airbag-Sprengung“, erklären die Hauptbrandmeister Ralf Benölken und Björn Achterberg. „Die Kameraden sollen selbstständig ausprobieren können und dadurch lernen“, so Gruppenführer Benölken. „Aber natürlich sind wir trotzdem einsatzbereit“, ergänzt der Zugführer Achterberg.

Am Ende des Nachmittags sind die drei Autos in tausend Einzelteile zerlegt und reif für den Schrottplatz. Zum Glück werden die Schöppinger hier von der Gemeinde und vom Autohaus Holste unterstützt.

► Retten, löschen, bergen, schützen – das wird jeden Dienstagabend für den Notfall geübt. Mehrmals im Jahr kommen technische Rettungen dazu. Diese finden mit den Wehren aus Darfeld, Heek, Horstmar, Metelen und Osterwick oder anderen Hilfsorganisationen statt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6559656?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F156%2F
Mehr Buchen, bitte!
Buchen unter Eichen: Förster Holger Eggert zeigt einen "zweischichtigen Bestand."
Nachrichten-Ticker