Übergabe der Kunst-Tiere an ihre Paten
Blaue Friedenslämmer gehen auf die Reise

Schöppingen/Metelen. -

Am Ostermontag ist der Tag der Übergabe gewesen: Die Friedenslämmer, die in den vergangenen Wochen am Jugendheim Haltestelle verweilten, wurden an ihre Paten übergeben. Nicht nur die neuen Besitzer waren erschienen.

Donnerstag, 25.04.2019, 07:00 Uhr
Die blauen Friedenslämmer wurden am Ostermontag in Schöppingen an ihre Paten übergeben.
Die blauen Friedenslämmer wurden am Ostermontag in Schöppingen an ihre Paten übergeben. Foto: Sarah Vortkamp

Neben Gesang und Trompetenmusik wurde die Veranstaltung von einem besonderen Friedensgruß begleitet. So hatte jeder die Möglichkeit, eine Nachricht mit den kompostierbaren Bio-Heliumballons gen Himmel zu schicken.

Viele unterschiedliche Geschichten stehen hinter den Patenschaften. Ein Lamm etwa wird nun in Stadtlohn bei Jutta und Hermann Bone stehen. Es gesellt sich zu den echten Tieren. „Wir haben Kaninchen und Hühner, lebendig versteht sich, die sind lamm-kompatibel“, sagt Jutta Bone und lacht. Sie hat das Lamm von ihrem Mann zum Geburtstag geschenkt bekommen. Gemeinsam mit der Familie soll nun ein Name gefunden werden.

„Sylvester“ heißt das Lamm von Heike und Jürgen Lischke. Streng genommen gehört ihnen das Lamm aber nicht allein. Mit mehreren befreundeten Pärchen feiern die Horstmarer den Jahreswechsel. Und wie das bei Feiern immer so ist, kommt ein bisschen Geld für die entstanden Kosten der Gäste zusammen. Dieses Mal sollte das Geld anders und sinnvoll eingesetzt werden. So entschieden sie sich gemeinsam für das Friedenslamm. Es wird nun reihum reisen, damit jeder aus dem Freundeskreis mal in den Genuss kommt, sein Lamm im Garten stehen zu haben.

Respektvoller Umgang

Die Lämmer sind die zweite Generation der Friedensschafe, ein Projekt der Künstlerin Bertamaria Reetz. Ihre Idee griff Ingrid Hagen auf, die die „Junge Münsterländer Friedensherde“ ins Leben rief. Hergestellt werden die Kunst-Tiere in den Kölner Sozialwerkstätten. Eine Patenschaft kostete 88 Euro. In Schöppingen standen 150 Lämmer auf der Wiese am Jugendheim. Die Lämmer stehen für den respektvollen Umgang miteinander und sollen den Frieden und Friedensgedanken ins Münsterland tragen. Allerdings wurden in Schöppingen fünf Lämmer böswillig zerstört.

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Als Dank für 25 Jahre aktive Vorstandsarbeit in der deutsch-britischen Gesellschaft Bocholt hat Karl-Gerd Geßner vom Bocholter Bürgermeister Peter Nebelo direkt zwei Patenschaften geschenkt bekommen. „Ich war sehr überrascht und habe mich gefreut“, sagt der Ehrenvorsitzende der Gesellschaft. „Die Schafe stehen für den Frieden. Auch Europa ist ein Friedensraum, und das ist heute wichtiger denn je“ so Karl-Gerd Geßner.

Und in Isselburg steht bald ein blaues Lamm neben 50 lebendigen Lämmern. Anke Hegmann hat ihrem Lebenspartner, der leidenschaftlicher Schafzüchter ist, eine Patenschaft zum Geburtstag geschenkt. „Im Radio habe ich von der Aktion gehört und finde die Idee einfach toll“, erzählt Hegmann.

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