Baugebiet Ehemalige Kasernenanlage
Teil des Waldes wird gerodet

Schöppingen -

Die Mitglieder des Bauausschusses haben sich beim geplanten Baugebiet auf dem ZUE-Gelände mehrheitlich für die große Variante entschieden. Das bedeutet, dass das südliche Waldstück zu Gunsten von einer größeren Wohnbebauung gerodet wird.

Dienstag, 30.04.2019, 18:41 Uhr aktualisiert: 30.04.2019, 18:44 Uhr
56 Einfamilien- und sechs Mehrfamilienhäuser sieht der Planentwurf vor. Die Ausschussmitglieder stimmten aber schon dafür, die Mehrfamilienhäuser auf zwei Bereiche zu verteilen. Einige sollen in der Nähe der oberen Erschließungsstraße stehen.
56 Einfamilien- und sechs Mehrfamilienhäuser sieht der Planentwurf vor. Die Ausschussmitglieder stimmten aber schon dafür, die Mehrfamilienhäuser auf zwei Bereiche zu verteilen. Einige sollen in der Nähe der oberen Erschließungsstraße stehen. Foto: Planquadrat

Die Mitglieder des Bauausschusses haben sich beim geplanten Baugebiet auf dem ZUE-Gelände mehrheitlich für die große Variante entschieden. Das bedeutet, dass das südliche Waldstück zu Gunsten von einer größeren Wohnbebauung gerodet wird. Einzig Ursula Uphoff ( CDU ) und Manfred Runge (Grüne) stimmten für die kleinere Variante, um mehr Grün zu erhalten.

56 Einfamilienhäuser sowie sechs Mehrfamilienhäuser zeigte der Plan, den Martin Bauer vom Büro Planquadrat (Dortmund) vorstellte. Einig waren sich die Politiker, die sechs Mehrfamilienhäuser nicht nur an einer Stelle am unteren Eingang des Baugebiets auszuweisen, sondern aufzuteilen. So sollen einige Mehrfamilienhäuser am zweiten Eingangsbereich im nördlichen Teil geplant werden. „Die Komprimierung an einer Stelle sehe auch ich kritisch“, fasste Friedhelm Egbert (UWG) die Meinung des Ausschusses zusammen.

Kritisch sah Manfred Runge vor allem das Abholzen des Waldstücks. Er plädierte dafür, der Ökologie den Vorrang vor der Ökonomie zu geben.

Als problematisch könnte sich das geplante Roden des Waldstücks noch erweisen. Denn dort nistet ein Teil der Saatkrähen-Kolonie des ZUE-Geländes. „Damit müssen wir uns im Planungsverfahren auseinandersetzen. Das Thema wird uns intensiv beschäftigen“, so Martin Bauer. Die Saatkrähe ist besonders geschützt. Rund 90 Nester gebe es auf dem ZUE-Gelände, so Bauer. Es müsse geschaut werden, ob die Vögel umgesiedelt werden können, so der Diplom-Ingenieur. „Ich würde nicht auf einzelne Krähen Rücksicht nehmen. Mir wäre die Bebauung wichtig“, sagte Stefan Wüpping (CDU).

Flächen

Die Gesamtfläche der ehemaligen Kaserne und heutigen Zentralen Unterbringungseinrichtung ist rund 7,9 Hektar groß. Die Nettobaufläche soll 3,8 Hektar (48,5 Prozent) betragen. Dazu kommen unter anderem Waldfläche (22,3 Prozent), öffentliche Grünfläche (11,2 Prozent) und öffentliche Verkehrsfläche (11,1 Prozent).

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In den anstehenden Planungen soll auch die Möglichkeit eines Fußwegs zur Bergstiege ausgelotet werden. Einige Ausschussmitglieder äußerten Bedenken, da der Weg genau gegenüber dem Gewerbebetrieb Hiller auf die Straße führen würde. Hier gab es Vorbehalte, dass die Straße dafür zu eng sei. Alfons Pacholak (CDU) schlug hier einen richtigen Gehweg an der Bergstiege vor.

Manfred Runge (Grüne) wies darauf hin, dass in einer früheren Sitzung von einem möglichen Blockheizkraftwerk für das Baugebiet gesprochen worden sei. „Dafür muss man jemanden haben, der das macht. Die Gemeinde würde sich da nicht reinhängen“, sagte Bürgermeister Franz-Josef Franzbach. „Um wirtschaftlich zu sein, muss es einen Anschlusszwang für alle geben“, sagte Planer Martin Bauer. „Man sollte nicht alles vorschreiben“, meinte Stefan Wüpping zum Thema Blockheizkraftwerk.

Empfehlung

Der Bauausschuss hat dem Gemeinderat die Empfehlung ausgesprochen, den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Ehemalige Kasernenanlage“ zu fassen. Damit hat die Politik das formale Verfahren angestoßen.

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