Eröffnung der Wallfahrt mit Weihbischof Rolf Lohmann
„Kirche muss aus Fehlern lernen“

Eggerode -

„Wallfahrtsorte sind die heimlichen Hauptstädte der Welt“, sagte Weihbischof Rolf Lohmann bei der Wallfahrtseröffnung am 1. Mai in Eggerode. In seiner Predigt ging der Bischof von dem diesjährigen Motto aus: „Herr, wohin sollen wir gehen?“

Donnerstag, 02.05.2019, 17:31 Uhr aktualisiert: 03.05.2019, 14:22 Uhr
Rolf Lohmann eröffnete gemeinsam mit den Priestern der Kirchengemeinde St. Brictius die Wallfahrt in Eggerode. Nach der Messe zogen alle in die Gnadenkapelle
Rolf Lohmann eröffnete gemeinsam mit den Priestern der Kirchengemeinde St. Brictius die Wallfahrt in Eggerode. Nach der Messe zogen alle in die Gnadenkapelle Foto: Alfons Körbel

„Wallfahrtsorte sind die heimlichen Hauptstädte der Welt“, sagte Weihbischof Rolf Lohmann bei der Wallfahrtseröffnung am 1. Mai in Eggerode. Zuvor hatte ihn Pastor Thomas Diedershagen zu dem Pontifikalamt begrüßt. Die Wallfahrtskirche war voll von Besuchern, die die feierliche Eröffnung der Wallfahrt miterleben wollten. Das Pontifikalamt feierte der Bischof zusammen mit den Priestern der Gemeinde St. Brictius Schöppingen: Pfarrer Thomas Diedershagen, Pfarrer Christoph Backhaus , Pastor e. m. Wolfgang Böcker und Pastor Eberhard Mwageni.

In seiner Predigt ging der Bischof von dem diesjährigen Motto aus: „Herr, wohin sollen wir gehen?“ (Johannes 6.68). Dies sei eine Frage, die sich die ganze Kirche auch gesellschaftspolitisch für Europa stelle. Maria mache es uns vor, sie zeige uns den Weg. „Die Zwiesprache mit Gott ist das Fundament unseres Christseins“, sagte er. Alles müsse Platz haben in unserem Gebet, Negatives, Defizitäres aber auch Dank. „Die Kirche, die permanent um sich selbst kreist, ist nicht die Kirche Christi“, zitierte er Papst Franziskus. Man müsse mit allen Menschen, auch den Abgewandten, im Kontakt sein. Der Dialog mit anderen Religionen bedeute Austausch und Frieden. Die Kirche könne nicht rückwärtsgewandt sein, damit ziehe sie niemanden an. Sie müsse „Ja“ sagen zum Weg in das Hier und Heute, zu einem Europa der Freiheit, Gerechtigkeit und Sicherheit. „Die Kirche muss bereit sein, aus Fehlern zu lernen, damit wir das Ziel nicht aus den Augen verlieren, zu dem Maria uns den Weg gezeigt hat.“

Nach der heiligen Messe, die vom Kirchenchor unter der Leitung von Christa Teltenkötter mitgestaltet wurde, zogen alle zu Gebet und Gesang in die Gnadenkapelle, wo Bischof Lohmann und Pastor Diedershagen sich bei allen Anwesenden für ihre Beteiligung bedankten.

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