Axa beliefert auch das EU-Ausland
Maßgeschneiderte Exportware aus Schöppingen

Schöppingen -

Axas Verkaufsschlager ist die Individualität. Rund 100 Maschinen stellt die Schöppinger Firma an der Münsterstraße im Jahr für ihre Kunden her, einige sind 70 Zentimeter breit, andere zehn Meter. Und das nicht nur für deutsche Kunden, sondern für Kunden weltweit.

Mittwoch, 15.05.2019, 06:00 Uhr
Rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten aktuell für die Firma Axa Entwicklungs- und Maschinenbau GmbH. Immer wieder sind diese auch in Europa unterwegs. Deshalb freut sich der Geschäftsführer Matthias Kappelhoff (rundes Foto) stets, wenn diese zumindest ein paar Brocken Englisch sprechen.
Rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten aktuell für die Firma Axa Entwicklungs- und Maschinenbau GmbH. Immer wieder sind diese auch in Europa unterwegs. Deshalb freut sich der Geschäftsführer Matthias Kappelhoff (rundes Foto) stets, wenn diese zumindest ein paar Brocken Englisch sprechen. Foto: Mareike Meiring

Axas Verkaufsschlager ist die Individualität. Rund 100 Maschinen stellt die Schöppinger Firma an der Münsterstraße im Jahr für ihre Kunden her, einige sind 70 Zentimeter breit, andere zehn Meter. Als spontanen Vergleich fällt dem Geschäftsführer Matthias Kappelhoff der Hausbau ein: Auch da gibt es zwar Standardentwürfe. Aber wenn der Kunde erstmal mit dem Bau beginnt, hat er seine ganz eigenen Wünsche und Vorstellungen. Diese versucht die Axa Entwicklungs- und Maschinenbau GmbH zu erfüllen. Nur eben nicht fürs Traumhaus, sondern für die Traummaschine. Also wird bei dem Spezialisten für Werkzeugmaschinen und maßgeschneiderte Produktionsanlagen entwickelt, gezeichnet, konstruiert, gefertigt. Und das nicht nur für deutsche Kunden, sondern für Kunden weltweit. Der europäische Binnenmarkt spielt dabei eine Schlüsselrolle.

14 Servicepartner in 26 Ländern hat die Schöppinger Firma aktuell, hinzu kommen 14 internationale Vertriebspartner, fast alle mit Sitz in Europa. Zwar erzielt Axa mit einem Anteil von 60 bis 70 Prozent noch immer den größten Umsatz im heimischen Deutschland. Dennoch sind es im Umkehrschluss mittlerweile 30 bis 40 Prozent des Jahresumsatzes, die im Ausland erwirtschaftet werden. Und davon entfällt der größte Anteil aufs europäische Ausland. „Der Schlüssel ist die europäische Entwicklung“, sagt Matthias Kappelhoff. Durch den EU-Binnenmarkt mitsamt dem freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen, Kapital und Personen sei das Wirtschaften über die Grenze immer leichter geworden.

Matthias Kappelhoff

Matthias Kappelhoff Foto: Mareike Meiring

Die Monteure etwa können ohne Probleme ins benachbarte Land reisen – und umgekehrt. Wenn Matthias Kappelhoff hingegen ans Geschäft mit Kunden in der Schweiz denkt, sei das schon anders. „Da gibt es regelmäßig Schwierigkeiten“, sagt er – etwa solche, dass die Monteure ihr vollständiges Werkzeug vorzeigen müssen um nachzuweisen, dass sie nichts illegal ein- bzw. ausführen.

Und noch etwas erleichtert dem Schöppinger Unternehmen den Export in europäische Länder. „Ich kann dort verkaufen, ohne dass ich erwarten muss, dass dort die technischen Regeln anders sind“, sagt der Schöppinger.

Ein Segen für viele Firmen war zudem die Einführung des Euros, bestätigt Kappelhoff: „Der macht uns das Geschäft viel leichter.“ Denn weil es keinen Wechselkurs mehr gibt, der mal hoch- und mal runtergeht, spielt auch die Laufzeit eines Geschäfts nicht mehr die große Rolle.

Doch all das klappt nur dann, wenn auch die Verständigung funktioniert. „Viel läuft auf Englisch, Englisch ist unsere Sprache für Europa“, sagt Kappelhoff. Auch in Frankreich und Italien nutzten er und seine Mitarbeiter meist diese Sprache. Umso besser sei es, wenn seine Mitarbeiter zumindest ein paar Brocken Englisch sprechen können – und sich auch trauen, ihre Sprachkenntnisse anzuwenden. Mindestens einmal die Woche telefoniert auch Matthias Kappelhoff auf Englisch, wie er erzählt. Und weil er viel in Skandinavien unterwegs ist, sind auch dort stets seine Fremdsprachenkenntnisse gefordert.

Nur in der Niederlassung in Tschechien ist das anders. „Da können die meisten Leute Deutsch“, sagt er. Dabei kommen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des 40-Mann-Betriebs aus Tschechien, inklusive des Geschäftsführers. Denn die rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Schöppingen – darunter allein 40 bis 50 Auszubildende – wollen bislang nur ungern ihre Heimat mitsamt Axas Stammsitz verlassen.

Ohnehin sprechen sie noch immer am liebsten Deutsch, weiß ihr Chef. Und das ist gemeinsam mit der Individualität der produzierten Maschinen einer der Dreh- und Angelpunkte,

weshalb wohl auch in Zukunft die meisten Maschinen weiterhin an deutsche Kunden verkauft werden. Warum? Weil diese Individualität der Maschinen „impliziert, dass wir viel mit den Kunden reden“, sagt Matthias Kappelhoff. Je besser da die Kommunikation klappt, desto besser wird das Ergebnis. Und da sind seine Mitarbeiter noch immer am liebsten in ihrer Muttersprache zu Hause.

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