Imker Heinz Wilpers entdeckt in einem seiner Bienenstöcke Vogelnest mit Küken
Meisen-Kinderstube im Bienenstock

Schöppingen -

Imker Heinz Wilpers machte große Augen, als er jetzt einen seiner zahlreichen Bienenstöcke öffnete. Ein Meisenpärchen

Mittwoch, 19.06.2019, 08:00 Uhr
Zwei kleine Meisen sind bereits geschlüpft, mindestens ein drittes Ei liegt noch im Nest.
Zwei kleine Meisen sind bereits geschlüpft, mindestens ein drittes Ei liegt noch im Nest. Foto: Huge sive Huwe

Heinz Wilpers betreibt die Imkerei nun schon im 25. Jahr, doch das ist ihm auch noch nicht untergekommen. „In einem meiner Bienenstöcke habe ich ein Vogelnest gefunden – und das ist schon ziemlich ungewöhnlich.“

Auf dem Gehöft, an dem Wilpers sich um seine zahlreichen Bienenvölker kümmert, gibt es eine alte Silageplatte, die ideal ist, um dort Bienenstöcke aufzustellen. Der Imker kümmert sich hier auch um die Nachzucht, hat dafür aktuell 35 spezielle Bienenkästen aufgestellt.

Unter Sträuchern stehen daneben weitere Kästen, die von Bienenvölkern besetzt sind, teils aber auch leer stehen. Und genau solch einen Bienenstock haben sich Meisen vor einigen Wochen ausgesucht, um dort ihr Nest zu bauen.

„Vermutlich wurden sie von dem fehlenden Stück der Dichtung da unten angezogen“, sagt Wilpers und zeigt auf die schmale Schaumstoffeinlage, aus der ein Stück fehlt. „Da haben wohl die Pfauen, die hier auf dem Hof leben, dran rumgepickt“, versucht der Imker, eine Erklärung zu finden. Denn das Schlupfloch nutzen sonst auch schon mal Mäuse, um sich im Bienenstock einzuquartieren: „Da gehen die gerne im Herbst rein.“ Doch auch Hummeln mögen Bienenstöcke. Wilpers berichtet gar von einem Fall, in dem sich die dicken Brummer mit einem Bienenvolk deren Unterkunft teilten.

Und so vermutete der Imker in dem Bienenstock auch ein Hummelvolk oder die kleinen Nager, als er der Sache auf den Grund ging. Diesmal war es aber ein Meisenpärchen, das die Holzkiste für sich entdeckt hatte. „Fünf oder sechs Eier lagen in dem Nest“, erinnert sich Wilpers. Er setzte das Oberteil des Kastens wieder vorsichtig auf das Erdgeschoss der zweckentfremdeten Bienen-Behausung.

Flogen die Elterntiere während der Brutzeit noch recht unregelmäßig durch den Schaumstoff-Schlitz ein und aus, ist seit einigen Tagen rege Betriebsamkeit zu beobachten. Und zu überhören sind die Jungvögel, von denen bereits zwei geschlüpft sind, ebenfalls nicht. Während noch Eier im Nest liegen, aus denen sich nach und nach die Geschwister der kleinen Piepmätze picken dürften, bringen die Altvögel immer wieder Futter für den bereits geschlüpften Nachwuchs.

Wilpers freut sich über die Untermieter in dem Bienenstock: „Es macht Spaß zu sehen, wie findig die Vögel sind“, ist der 75-Jährige zufrieden, so einen kleinen Teil zum Erhalt der heimischen Vogelwelt beitragen zu können.

Als Imker weiß der Haverbecker Heinz Wilpers um die Schwierigkeiten, mit denen nicht nur seine Bienenvölker, sondern auch die insektenfressenden Vögel zu kämpfen haben.

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