Digitale Ausstellung kommt nach Schöppingen
„Apokalypse Münsterland“

Schöppingen -

„Das macht Lust auf mehr.“ So klangen am Freitag Besucher des Ausstellungs-Containers von „Apokalypse Münsterland“, einem Kooperationsprojekt von 28 Museen und Ausstellungshäusern im Münsterland. Auf dem Hafenplatz in Münster hatten Passanten die Gelegenheit, Kulturgüter aus der Region zu erleben – nicht hinter Glas, sondern digital durch Virtual-Reality-Technik in 3 D und haptisch durch 3 D-Drucke. Am 15. September (Sonntag) steht der Container von 11 bis 18 Uhr am Alten Rathaus.

Montag, 26.08.2019, 07:00 Uhr
Im Ausstellungs-Container können die Besucher auch das Telgter Hungertuch durch die Virtual-Reality-Brille sehen und ihre eigenen Erfahrungen machen.
Im Ausstellungs-Container können die Besucher auch das Telgter Hungertuch durch die Virtual-Reality-Brille sehen und ihre eigenen Erfahrungen machen. Foto: Münsterland e. V.

„Wir sind begeistert, wie gut die Ausstellung angenommen wird und wie neugierig die Menschen sind“, sagte Projektleiterin Kathrin Strotmann vom Münsterland e.V. Etwa 100 Menschen ließen sich auf das Museum der Zukunft ein, betraten den Container, setzten sich die Virtual-Reality-Brillen auf und tauchten ein in die Welt der Exponate, in Grabkammern, Kirchen, Maschinen und Gemälde.

Hintergrund von „Apokalypse Münsterland“: Die Zukunft hat ihre Kultur verloren und funkt ein SOS an die Gegenwart. „Helft uns, schickt uns Kultur, die ihr bewahren wollt!“ 2018 hatten über 2000 Besucher in 28 Museen und Ausstellungshäusern der Region den Hilferuf gehört und 28 Kulturgüter ausgewählt, um sie als digitale Botschaft in die Zukunft zu schicken.

Die Digitalisierung hatten Studenten der Fachhochschule Münster übernommen. Im Container konnten Passanten nun einen letzten Blick auf die digitalisierten Exponate werfen, bevor sie durch den Container als Sendestation der Zukunft übermittelt werden.

Astrid Kießling-Taşkin, Vorständin der Commerzbank-Stiftung, lobte das Konzept der Ausstellung: „Die Kulturinstitutionen müssen einen großen Schritt auf ihr Publikum zugehen, um zukunftsfähig zu sein. Und ein noch größerer Schritt ist notwendig, um neue Zielgruppen zu erreichen. Bei ‚Apokalypse Münsterland‘ ist das gelungen. Von Anfang an war das Publikum in das Projekt mit einbezogen und hat sozusagen die Aufgabe eines Kurators übernommen. Und mit der mobilen und digitalen Präsentation im Container wird Kultur zum einen leichter zugänglich. Zum anderen wird sie persönlich erlebbar.“ An 19 Orten im ganzen Münsterland wird er insgesamt 23 Mal Halt machen.

Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, Kulturdezernentin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, unterstrich diese Mobilisierung des Angebots und die Einbeziehung des ländlichen Raums: „Mobilität und Digitalisierung – zwei Schlagwörter, die für das Zusammenspiel und das Gegenüber von städtischen Ballungsgebieten und ländlichen Räumen in unserer Region viele Chancen bieten. Das Szenario von ‚Apokalypse Münsterland‘ macht sich beide zu eigen und wappnet unsere kulturellen Schätze für die Zukunft.“

„Für unsere Architektur-Studierenden war das Projekt eine große Chance“, sagte Professor Martin Weischer, Dekan der Fachhochschule Münster. „Denn es passiert nicht oft, dass man den eigenen Entwurf so schnell auf der Straße sieht.“

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