Digitalpakt Schule
Geldregen für die Bildung

Nienborg/Schöppingen -

Die Bundesregierung hat für den Digitalpakt Schule 2019 bis 2024 fünf Milliarden Euro an Fördergelder bereitgestellt. Das Schulministerium NRW veröffentlichte jetzt die Anteile, die auf die einzelnen Kommunen des Landes sowie auf private Träger entfallen.

Freitag, 06.09.2019, 17:24 Uhr
Die Kommunen können mit frischem Geld planen, um die digitale Infrastruktur in Schulen auf den neuesten Stand zu bringen.
Die Kommunen können mit frischem Geld planen, um die digitale Infrastruktur in Schulen auf den neuesten Stand zu bringen. Foto: Alex Piccin

Demnach erhält die Gemeinde Heek rund 286 000 Euro und Schöppingen circa 72 000 Euro. Dazu kommen etwa 236 000 Euro, die auf den Schulzweckverband Horstmar-Schöppingen entfallen.

„Wo wir was machen, werden wir jetzt eruieren und ein schulisch-pädagogisches Konzept entwickeln“, sagt Schöppingens Bürgermeister Franz-Josef Franzbach. Dies ist die Voraussetzung, damit das zugesicherte Geld auch von der Bezirksregierung beantragt werden kann.

Die Gemeinde Heek wird sich ebenfalls zunächst intern beraten. Sie hat ihre Schulen EDV-technisch bereits gut ausgestattet, wie Jürgen Lammers aus dem Fachbereich Allgemeine Verwaltung, Schule, Jugend und Kultur ausführt: „Wir sind da schon weit. Die Schulen verfügen beispielsweise über einen Glasfaseranschluss und eine Eins-zu-zwei-Versorgung in Sachen W-Lan.“ Ein Funknetz wird für zwei Klassenräume genutzt.

Der Bedarf ist aufgrund der geleisteten Vorarbeit in der Dinkelgemeinde nicht so akut, dass Schnellschüsse nötig wären. „Wir können in aller Ruhe planen. Die Schulen müssen uns sagen, was sie brauchen. Es ist wichtig, dass die Mittel sinnvoll ausgegeben werden“, sagt Jürgen Lammers. Im nächsten Schulausschuss im Oktober oder November wird der Digitalpakt Thema sein.

In den Förderrichtlinien ist festgehalten, wie die Mittel eingesetzt werden können. Die Schaffung einer digitalen Infrastruktur bildet darin den Kern. Darunter fallen die Grundstruktur, also die Vernetzung der Schulen und Beschaffung von Anzeige- und Interaktionsgeräten, beispielsweise interaktive Tafeln, sowie mobile Endgeräte. Bei letzteren sind allerdings nur 20 Prozent des Gesamtfördervolumens (alle Schulen) oder 25 000 Euro (pro Schule) einsetzbar. Es ist unter gewissen Umständen auch möglich, mit Hilfe der Fördermittel bestehende Angebote und Infrastrukturen zu optimieren. Der Eigenanteil der Geförderten beträgt zehn Prozent.

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