Zahlreiche Projekte bei der Lichtkunstnacht
Altes Rathaus in Schöppingen erhält rosa Farbton

Schöppingen -

Wenn Kinder springen und hüpfen, hat das in aller Regel mit ganz viel Dynamik zu tun. Was sich daraus entwickeln kann, wenn Künstler sich des Themas annehmen, davon konnten sich nicht nur die Mädchen und Jungen während der Lichtkunstnacht am Samstagabend selbst überzeugen, sondern auch die Erwachsenen.

Sonntag, 08.09.2019, 20:00 Uhr
Auch in poppigem Rosa strahlte Videokünstler Philipp Geist das Alte Rathaus an.
Auch in poppigem Rosa strahlte Videokünstler Philipp Geist das Alte Rathaus an. Foto: Rupert Joemann

Wer wollte, sprang auf einem Brett hoch und trieb dabei seine Späßchen. Die Bewegungen wurde von Kameras festgehalten und auf eine blaue Wand projiziert. Dabei erschienen weiß abstrahierte Figuren, die auf der Wand in Zeitlupentempo Richtung Zimmerdecke wanderten.

Dreidimensionaler Turm im Blätterdickicht

Im Künstlerdorf-Garten hatten Katharina Veldhues und Gottfried Schumacher einen Baum so angestrahlt, dass sich der Eindruck eines dreidimensionalen Turms ergab. Je nach Standort des Betrachters veränderte sich die Turmform.

„Geht da jemand die Treppe hoch?“, fragte eine Dame ihren Begleiter. Sie glaubte im angestrahlten Blätterdickicht des Baumes eine Figur erkannt zu haben.

Schiff hängt auf dem Dachboden

Ganz klar zu sehen, war das Geländer auf der Turmspitze. Die passte thematisch gut zu Stefan Sous‘ Schiff „Flunki Kiel“, das auf dem Dachboden des Hofs der Literaten hängt. Der Raum war in einem dezenten Blau ausgestrahlt. Die hin und wieder zu hörenden Töne erinnerten an einen Wal oder das Knarren der Holzplanken auf einem Seeräuberschiff. Das Turmgeländer hätte ebenso die Schiffsreling sein können.

Christina Rau: „Wir Schöppinger“

Für Christina Rau fing alles vor 30 Jahren mit einem Anruf an. Sie wurde gefragt, ob sie sich vorstellen könne, sich für ein Künstlerdorf in der Provinz, in Schöppingen, zu engagieren.Ihr Mann, der damalige NRW-Ministerpräsident und spätere Bundespräsident Johannes Rau, stand dem Projekt aufgeschlossen gegenüber. Also fuhr Christina Rau zur Gründungsversammlung der Stiftung. Das Gremium wählte sie zur Vorsitzenden des Stiftungsrats. Und das ist sie bis heute geblieben.Gleich mehrmals sprach Christina Rau am Samstagabend während des Festakts in der Kulturhalle Kraftwerk zum 30-jährigen Bestehen des Künstlerdorfs von „wir Schöppinger“. 30 Jahre sind eine lange Zeit. Eine Zeit, die verbindet. Ihr Herz hängt ganz offensichtlich am Künstlerdorf in der Provinz.In einer von Prof. Klaus Schäfer, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Künstlerdorf, moderierten Gesprächsrunde hob die ehemalige Stipendiatin Denise Ritter die Arbeitsweise des Künstlerdorfs hervor: „Es gibt keinen Produktionszwang. Der führt zwar zu Produkten, aber nicht zu Kunst.“ Geschäftsführer Dr. Josef Spiegel und seine Frau Dr. Sigrun Brunsiek bildeten „das Herzstück“, so Ritter. Besonders sei auch, dass es keine Hierarchie gebe.

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Für die meisten Gäste war sicher das voluminös angestrahlte Alte Rathaus der Höhepunkt des Abends. Selbst vor einem poppigen Rosa schreckte Videokünstler Philipp Geist nicht zurück.

Künstler stellt Prototypen vor

Malte Kebbel nutzte die Lichtkunstnacht, sein aktuelles Projekt zu testen. Demnächst stellt er beim Festival of lights auf dem Potsdamer Platz in Berlin seine „Lichtanemone“ vor. Rund drei Millionen Besucher werden dort erwartet. In Schöppingen bekamen die Gäste den unfertigen Prototypen zu sehen. Sein Lieferant hatte die LED-Leuchten nicht geliefert. Zwei weitere Lichtanemone will er noch bauen.

Als künstlerische Spielwiese zeigten sich auch einige Klangkunst-Arbeiten. Zuweilen fehlte den Besuchern Infomaterial oder Erklärungen, sodass es schwierig war, Zugang zu einzelnen Projekten zu finden.

Lichtkunstnacht in Schöppingen

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