Turbo-Internet
Glasfaseranschlüsse werden Realität

Schöppingen/Nienborg -

Die Gemeinden Schöppingen, Heek und Legden gehen den Breitbandausbau zusammen an. Die Arbeiten gehen gut voran, doch es gibt auch Probleme.

Mittwoch, 02.10.2019, 07:00 Uhr
Die Glasfaserstränge werden bis zur Grundstücksgrenze verlegt. Die Fähnchen markieren den unterirdischen Verlauf.
Die Glasfaserstränge werden bis zur Grundstücksgrenze verlegt. Die Fähnchen markieren den unterirdischen Verlauf. Foto: Alex Piccin

Langsamer Seitenaufbau, E-Mails, die nicht ankommen, oder Downloads, die eine Ewigkeit dauern – Dinge die in den Außenbereichen der Gemeinden Schöppingen, Heek und Legden bald der Vergangenheit angehören sollen. In allen drei Kommunen sind bereits die ersten Glasfaseranschlüsse im Außenbereich aktiv.

Alle drei Kommunen gingen den bürokratisch komplizierten Weg und stellten Förderanträge für den Breitbandausbau. Dabei beläuft sich das Gesamtvolumen des Ausbaus in allen drei Kommunen auf 5,6 Millionen Euro. „Etwa 250 000 Euro steuert jede Kommune selbst hinzu“, sagte Legdens Bürgermeister Friedhelm Kleweken am Dienstagmorgen bei der Breitband-Sondersitzung im Heeker Rathaus. An dieser nahmen auch Heeks Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff , Schöppingens Bürgermeister Franz-Josef Franzbach und Gerd Gevering (Geschäftsführer Firma Epcan) teil.

Der aktuelle Stand der Arbeiten gefiel den Anwesenden. „Wir sind auf einem gutem Weg. Wir dürften, wenn alles fertig ist, deutschlandweit sehr weit vorne liegen“, so Franz-Josef Weilinghoff. „Fertig“ hieß in den ursprünglichen Planungen im ersten Quartal 2021. „Eine Fertigstellung der Arbeiten Ende 2020 wäre eine schöne Sache“, ergänzte Franz-Josef Franzbach. Momentan sieht es tatsächlich danach aus – in allen drei Kommunen. „Das Datum ist nach derzeitigem Stand belastbar“, bestätigte Jürgen Lammers von der Gemeindeverwaltung Heek.

Die Verantwortlichen saßen am Tisch zusammen und besprachen den aktuellen Stand des Glasfaserausbaus.

Die Verantwortlichen saßen am Tisch zusammen und besprachen den aktuellen Stand des Glasfaserausbaus. Foto: Till Goerke

Das Zahlenwerk für Heek: Ein Anschluss ist bereits aktiv, zwölf Anschlüsse sind fertig (werden aber noch nicht genutzt), 124 weitere Anschlüsse werden noch in diesem Jahr fertig und am Ende sollen es 300 (aktiv und passiv) sein. In puncto Tiefbau ist bereits über die Hälfte, 30 von 45 Kilometern, geschafft. Von den geplanten zwei Hauptverteiler ist ebenfalls bereits einer in Ahle fertiggestellt. Die Zahlen in Schöppingen sehen ähnlich aus: Zwei Anschlüsse sind aktiv, 20 Anschlüsse fertig (noch nicht genutzt), 111 Anschlüsse folgen noch 2019. 332 sollen es insgesamt werden. Im Tiefbau sind 36 von 60 Kilometern geschafft. Schöppingen hat diesbezüglich deutlich mehr Kilometer als Legden und Heek, da der Außenbereich größer ist. „Die Zahlen klingen gut und vielversprechend“, so Franzbach.

Bei all den guten Zahlen soll aber nicht unter den Teppich gekehrt werden, dass es auch noch Baustellen gibt – nämlich jene, die nicht in den Händen der ausführenden Baufirmen liegen. Denn einige Anwohner in allen drei Kommunen müssen den Tiefbau in Eigenregie durchführen: Die Leerrohre für die Glasfaserkabel werden nur bis zur Grundstücksgrenze verlegt. Steht das Haus davon weit entfernt, muss der Besitzer den Tiefbau selbst in die Hand nehmen. Die Leerrohre werden gestellt. „Das ist kein Hexenwerk und absolut machbar. Es wäre schön, wenn das alle angehen würden“, so Gerd Gevering. Dem ist aber nicht so.​

Rechtlich könne zwar niemand gezwungen werden, aber jeder, der es nicht macht, verlangsame den Gesamtprozess. Denn in einem Unterverteiler laufen viele Anschlüsse zusammen und werden dort miteinander verbunden. Dieser Schritt ergebe erst „richtig Sinn“, wenn alle Anschlüsse gelegt seien. „Doch irgendwann gibt es auch hier eine Deadline“, so Gerd Gevering, ohne Details preiszugeben. Ein nachträglicher Anschluss sei zwar möglich, aber mit großem Aufwand verbunden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6972577?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F156%2F
Wie Bäckereien mit Software weniger Überschüsse produzieren
Mit der Software von Tobias Pfaff können Bäckereien auswerten, was die Kunden in ihren Filialen kaufen wollen – und was nicht.
Nachrichten-Ticker