Volksbank zieht positive Bilanz für das vergangene Jahr
Volksbank schließt Negativzinsen nicht aus

Eggerode -

Die Welt scheint für die Banken derzeit alles andere als rosarot. Die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank drückt mächtig aufs Gemüt. Und da taucht ein weiteres Schreckensgespenst am Horizont auf: Negativzinsen. Während der Infoveranstaltung der Volksbank Gronau-Ahaus wurde Vorstandsmitglied Michael Kersting gefragt, ob die Volksbank plane, Negativzinsen einzuführen.

Mittwoch, 09.10.2019, 19:00 Uhr
Die Euregio-Mitarbeiterinnen Desiree Brüning (l.) und Marie-Lou Perou stellten das Konzept und die Arbeitsweise des deutsch-niederländischen Kommunalverbands Euregio vor.
Die Euregio-Mitarbeiterinnen Desiree Brüning (l.) und Marie-Lou Perou stellten das Konzept und die Arbeitsweise des deutsch-niederländischen Kommunalverbands Euregio vor. Foto: Rupert Joemann

Das sei momentan nicht vorgesehen, so Kersting . Allerdings „kann ich das in der Zukunft nicht ausschließen. Das ist ein Punkt, über den wir uns Gedanken machen müssen.“ Sollte sich in naher Zukunft die Situation nicht ändern, würden vor allem Banken, Versorger und Anleger Schaden erleiden.

Genossenschaftlichen Gedanken stärken

Kritik gab es für das im Sommer begonnene Hausbankmodell. Ein Genossenschaftsmitglied fand darin eine vertuschte Gebührenerhöhung. Das sah Michael Kersting anders. Er verwies darauf, dass es sogar möglich sei, einen Bonus von bis zu 96 Euro zu sammeln und somit mehr Geld zu erhalten, als das Girokonto kostet.

Mit dem Hausbank-Modell solle vielmehr der genossenschaftliche Gedanke gestärkt werden, so Michael Kersting. Aus Sicht des Vorstandes ist es nicht gerecht, wenn Kunden, die nur ein Produkt haben, die gleichen Gebühren zahlen müssten. Das neue System sei da ein Stück weit gerechter, so Michael Kersting.

Unsere gute Marktposition konnte gefestigt und weiter ausgebaut werden.

Michael Kersting, Vorstandsmitglied der Volksbank Gronau-Ahaus

Gerecht findet Kersting auch nicht, dass einige Länder versuchten, die Politik zum Zugriff auf den Einlagensicherungsfonds zu überreden. Ausländische Banken dürften „nicht von unserem Geld gerettet werden“, so der Volksbank-Vorstand.

Positiver war da der Geschäftsbericht, den Michael Kersting vorstellte. „Unsere gute Marktposition konnte gefestigt und weiter ausgebaut werden.“ So durften sich die 31 971 Mitglieder (+1046) über insgesamt 1,1 Millionen Euro als Dividende (6,5 Prozent) freuen.

In einem Gastvortrag stellten Marie-Lou Perou und Desiree Brüning die 1958 gegründete Euregio vor. 129 Städte, Gemeinden und Kreise, 104 deutsche und 25 niederländische, gehören der Euregio an. In dem Gebiet leben rund 3,4 Millionen Menschen, davon etwa zwei Drittel auf deutscher Seite. Die Euregio umfasst eine Fläche von circa 13 000 Quadratkilometer. Jede Kommune zahlt 29 Cent pro Einwohner, um die Euregio zu finanzieren.

Euregio mit gleichberechtigten Partnern

Das Konzept des gleichberechtigten Miteinanders werde nicht nur in fünf Regionen an der deutsch-niederländischen Grenze gelebt, sondern auch in vielen europäischen Ländern, sagte Marie-Lou Perou. So gebe es zum Beispiel auch entsprechende Verbände in der Ukraine und Moldawien.

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