Kreisorchester Borken
Kontrabassklarinette wiegt 13 Kilogramm

Schöppingen -

Das Kreisorchester Borken freut sich ganz besonders auf das Konzert am 27. Oktober (Sonntag) um 18 Uhr in der St.-Brictius-Kirche. Denn: Endlich ist sie da – die Kontrabassklarinette. Drei Meter ist sie lang, um sich selbst gewickelt und gewunden, 13 Kilo schwer, matt schwarz lackiert und tief brummend, vibrierend. Einer, der das gute Stück spielen darf, ist der Schöppinger Robert Feldhaus.

Freitag, 11.10.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 11.10.2019, 16:56 Uhr
Ganz schön heben müssen (v.l.) Tobias Bork, Guido Schrader und Robert Feldhaus, um die 13 Kilogramm schwere Kontrabassklarinette zu halten.
Ganz schön heben müssen (v.l.) Tobias Bork, Guido Schrader und Robert Feldhaus, um die 13 Kilogramm schwere Kontrabassklarinette zu halten. Foto: Maxi Krähling

Normalerweise spielt der Beisitzer des Blasorchesters die dritte Klarinette. Neben Feldhaus werden der ehemalige Konzertmeister Guido Schrader (Isselburg) und Tobias Bork (Borken) das Instrument spielen.

„Mit diesem tiefen Instrument wird das Holzregister eines Blasorchesters erst vollständig. Jetzt sind noch vielfältigere Klänge mit dem Orchester möglich“, sagt Dirigent André Baumeister.

Mit den neuen Möglichkeiten, war der Auftrag klar: Instrumente ausfindig machen, ihre Bauart und Verarbeitung vergleichen, Angebote einholen und das bestgeeignetste Instrument für das Kreisorchester auswählen. Um das passende Instrument zu bekommen, telefonierten Guido Schrader und Robert Feldhaus mit anderen Orchestern und Profimusikern, die selbst eine Kontrabassklarinette besitzen und spielten einige Instrument zur Probe.

Schnell zeichnete sich ein Favorit ab. Und so fuhren sie im März vergangenen Jahres nach München in die Werkstatt von Benedikt Eppelsheim. Der Instrumentenbauer hat sich auf den Bau von hoch- und tieflagigen Holzblasinstrumenten spezialisiert. „Eppelsheim ist ein Erfinder. Alle großen Orchester kaufen bei ihm, aber er baut nur zwölf Instrumente dieser Art pro Jahr“, sagt Robert Feldhaus.

14 Monate später es war soweit. Guido Schrader ist sehr zufrieden mit der Wahl. „Die Klappen lassen sich schnell greifen, ich hatte nie das Gefühl, dass sie erst lange eingespielt werden muss und sie klingt einfach toll.“

„Diese tiefen Töne sind eine totale Bereicherung für das Orchester. Und so ein Instrument ist einfach nicht gewöhnlich für Orchester hier im Umkreis“, ergänzt Robert Feldhaus.

Der Eintritt zum Konzert ist frei. Die Veranstalter bitten um Spenden.

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