Erste Kostümbörse
„Macht das unbedingt wieder“

Schöppingen -

Der 11.11. steht vor der Tür, die Lust auf Karneval nimmt zu. Ein idealer Zeitpunkt also für die erste Kostümbörse in Schöppingen. Die Organisatoren waren gespannt, wie ihr Angebot angenommen wird.

Sonntag, 03.11.2019, 20:13 Uhr aktualisiert: 04.11.2019, 17:28 Uhr
Kurz vor Beginn der närrischen Jahreszeit gab es in Schöppingen erstmals eine Kostümbörse, die von den Karnevalisten intensiv genutzt wurde.
Kurz vor Beginn der närrischen Jahreszeit gab es in Schöppingen erstmals eine Kostümbörse, die von den Karnevalisten intensiv genutzt wurde. Foto: Sabine Sitte

Die ersten Käufer kamen vor dem offiziellen Beginn und sondierten die möglichen Schnäppchen. Zur Premiere der Kostümbörse am Samstag präsentierten 14 Aussteller auf zahlreichen Tischen und schier endlosen Kleiderstangen ihre Gewänder in der Kulturhalle.

Premiere für Kostümbörse

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Es war für die Besucher ein Eldorado an farbenprächtigen, ungewöhnlichen und oft selbst genähten Maskierungen. Für die Organisatoren des Heimatvereins und der Gemeinde ein durchaus gelungener Start zu einem neuen Format: ein temporärer Fundus für Jecken auf Kostümsuche. „Wir probieren das heute und lernen daraus“, lautete ihr Motto.

Ein wenig Bange war ihnen im Vorfeld schon, ließen sie wissen. Was, wenn keiner kommt? Trotz großflächiger Werbung mit Flyern und Plakaten und unermüdlicher Mund-zu-Mund-Propaganda waren die Voranmeldungen der Aussteller zunächst zögerlich eingetrudelt.

Sorge der Veranstalter

Doch die Sorge der Veranstalter war unbegründet. Die Kulturhalle war mit Ständen gut gefüllt und selbst aus Ochtrup reisten die Käufer an: Sie seien im Grunde so gar keine Karnevalisten, schmunzelte das Ehepaar Freermann. Doch besondere Umstände erforderten besondere Maßnahmen. „Unser Sohn wohnt in Köln und wir sind im Januar zu einer Prunksitzung eingeladen“, erzählten sie und durchstöberten nun gezielt die Angebote der Börse. „Es gibt ja im weiteren Umland höchstens zwei Kostümverleihe. Und da das Richtige zu finden, ist nicht leicht. Und kostspielig“, resümierte der Vater und zupfte am mittelalterlichen Gewand, in das er geschlüpft war. Ein weißes Baumwollhemd zum Schnüren und ein braunes Barett als Kopfbedeckung, die ihm ein verwegenes Aussehen verlieh. „Steht mir das?“ Seine Frau hatte sich für einen rotes Cape mit aufgedruckten Narrenkappen entschieden. „Dazu ein schwarzes Top und schwarze Hosen und ich bin gut kostümiert.“

Am Stand von Annett Hilbert waren nicht nur die Dinos los. Die selbst genähten originellen Kostüme der gelernten Schneiderin stießen bei Groß und Klein auf stetige Begeisterung. Ob im Partnerlook von Vater und Sohn als überdimensionale Saurier oder als Familienausstattung in Hühner- und Kückenkostümen: zufriedene Gesichter auf beiden Seiten.

Meine Schwester und ich sind jedes Jahr mit unseren Männern beim Kölner Altweiber-Karneval dabei

Inna Fischer-Falter

Platz daheim zu schaffen war einer der Gründe für die überwiegend Ausstellerinnen, ihre Kostüme zum Kauf anzubieten. Wie bei Hilda Danneker und Inna Fischer-Falter : Das Duo aus Mutter und Tochter bot alles im Doppel an. „Meine Schwester und ich sind jedes Jahr mit unseren Männern beim Kölner Altweiber-Karneval dabei“, so Inna Fischer-Falter. „Da ist über die Jahre Einiges zusammen gekommen. Und eben immer paarweise.“

Kostüme sogar für Gruppen hatte der Stand des NSKKV im Angebot: Auch die Garden wollten sich von einigen Kostümen vergangener Auftritte trennen.

In spannende Rollen schlüpfen

Die Besucher schlüpften für eine kurze Zeit in spannende Rollen: die Lehrerin verwandelte sich in eine Lilli-Fee mit Flügeln und Zipfelrock, die Hausfrau träumte sich mit Glitzer-Top und Pailletten-Hut auf die Bühne ins Rampenlicht, aus kleinen Jungen wurden tapfere Ritter und Mädchen probierten sich als Hexe, Seeräuberin und Eisprinzessin aus.

Für das kommende Jahr haben sich die Organisatoren eine Wiederholung der Kostümbörse vorgenommen, auch bestärkt vom Wunsch einer Besucherin: „Macht das unbedingt wieder.“

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