60 Jahre Lebensmittel-Markt Steiner
Computer berechnet Bestellungen

Schöppingen -

Mit einer Verkaufsfläche von 15 Quadratmetern im eigenen Wohnhaus fingen Willy und Anneliese Steiner am 5. November 1959 an. Der Backofen war in den Wohnräumen untergebracht. 60 Jahre später führt die Familie Steiner Lebensmittel-Märkte in Schöppingen, Horstmar, Osterwick, Legden und Neuenkirchen. Den runden Geburtstag feiert die Familie mit den Mitarbeitern am morgigen Samstagabend im Alte-Post-Hotel. Aus diesem Grund schließen alle Filialen am Samstag bereits um 16 Uhr.

Freitag, 08.11.2019, 07:00 Uhr
Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern feiern Martin Steiner und die Familie das 60-jährige Bestehen des Unternehmens.
Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern feiern Martin Steiner und die Familie das 60-jährige Bestehen des Unternehmens. Foto: Rupert Joemann

Auf den Erfolgen will sich das Unternehmen nicht ausruhen. Selbst bei der Feier blicken Steiners nicht nur auf die vergangenen sechs Jahrzehnte zurück, sondern auch in die Zukunft. „Wo führt der Unternehmensweg hin?“ lautet ein Thema.

Die Anfänge des Unternehmens

Gerade einmal 16 Häuser standen in der Siedlung am Hueskamp, wo Willy und Anneliese Steiner am 5. November 1959 ihr Geschäft eröffneten. Eine schwierige Ausgangslage. Doch Steiners warteten nicht auf die Kunden, sondern fuhren zu ihnen. So boten sie ihre Backwaren bei den Gewerbebetrieben in der Mittagspause an und samstags warteten viele Schöppinger schon auf Steiners Gebäckwagen. Das Ehepaar führte auch die Drei-Prozent-Rabattmarken im Ort ein. So gelang es ihnen, das Geschäft weiterzuentwickeln.

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Den Weg in die nahe Zukunft kennt Martin Steiner schon. Er verantwortet die Filialen in Schöppingen und Horstmar. Sein Bruder Willy jun. ist für Legden und Osterwick verantwortlich. Und mit Willys Sohn Benjamin, der die Filiale in Neuenkirchen leitet, arbeitet bereits die nächste Generation in verantwortlicher Position mit.

Im kommenden Jahr sollen in allen Märkten elektronische Preisauszeichnungen Standard sein. „Dann gibt es keinen falschen Preis mehr“, sagt Martin Steiner. Fehler bei der Auszeichnung, die zu Verwirrungen führen, seien dann vorbei.

Zudem sollen automatisierte Bestellsysteme eingeführt werden. „Der Computer errechnet dann anhand der Verkaufsdaten der vergangenen vier Wochen, welche Produkte benötigt werden“, erklärt Martin Steiner.

Der Kaufmann ist zudem davon überzeugt, dass mobile Datenerfassungsgeräte demnächst Normalität seien. Mit den Handgeräten scannen die Kunden ihre Produkte selbst ein.

Doch nicht nur die technischen Bedingungen werden sich wandeln. Auch die Gewohnheiten der Verbraucher ändern sich. Das betrifft zum Beispiel auch umweltfreundliche Verpackungen. „Der Kunde ist kritischer geworden“, hat Martin Steiner festgestellt. Das Unternehmen hat sich darauf eingestellt. So können die Kunden beispielsweise an der Frischetheke eigene Behälter mitbringen und befüllen lassen. Zudem werden im Obstbereich wiederverwertbare Beutel angeboten oder zahlreiche regionale Produkte im Sortiment aufgenommen.

Auch bei der Produktvielfalt muss sich der Handel „der veränderten Bevölkerungsstruktur“ anpassen. So gibt es immer mehr vegetarische, vegane oder gluten- und laktosefreie Lebensmittel. Auch ein Regal mit polnischen Produkten hat Steiner zusammengestellt.

Wichtig ist Martin und Willy Steiner, für Neuerungen aufgeschlossen zu sein, so wie es ihre Eltern waren. „Unsere Kinder sind eine Quelle der Innovation“, gibt Martin Steiner unumwunden zu. Die neuen Ideen werden ausprobiert und bei Erfolg überall umgesetzt. So wie Bäckermeister Willy und die kaufmännische Angestellte Anneliese auch neue Wege gingen (siehe Infokasten). 1965 erweiterten sie die Verkaufsfläche auf 150 Quadratmeter und boten das erste Selbstbedienungsgeschäft in Schöppingen an. Der Mut wurde belohnt. Sieben Jahre später folgte der Ausbau auf 260 Quadratmeter. 1981 eröffnete die Familie an der Wallstraße einen 600-Quadratmeter-Markt. Im Jahr 2010 folgte der Neubau des Edeka-Frischemarkts am Obertor.

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