Brictius-Woche: Von der Arbeit in der Hospizgruppe
Lächeln ist Freude und Lohn

Schöppingen -

Über seine ehrenamtliche Arbeit in der Hospizgruppe Schöppingen sprach Martin Ramschulte am Donnerstag im Rahmen der Brictius-Woche über das Thema „In Rente – und dann? Wie gestalte ich meine Zeit?“

Samstag, 16.11.2019, 12:00 Uhr aktualisiert: 17.11.2019, 19:12 Uhr
Der Schöppinger Martin Ramschulte berichtete von seiner ehrenamtlichen Tätigkeit in der Hospizgruppe.
Der Schöppinger Martin Ramschulte berichtete von seiner ehrenamtlichen Tätigkeit in der Hospizgruppe. Foto: Alfons Körbel

Vor 36 Jahren, als seine Tochter geboren wurde, die als behindertes Kind zur Welt kam, machte er eine Erfahrung, die gleichsam ein Schlüsselerlebnis war. Bei den Besuchen seiner Tochter in der Klinik beobachtete er ein ebenfalls gehandicaptes Kind, das auf den täglichen Besuch seiner Oma jedes Mal in besonderer Weise reagierte, was als ein minimales Zeichen von Freude gedeutet werden konnte. Diese Beobachtung brachte ihn dazu, seiner Tochter besonders viel Zeit und Zuwendung zu widmen.

Als seine Mutter alt und dem Tod nahe war, besuchte er sie. Die Mutter zeigte keine Regung und Ramschulte wollte schon wieder gehen. Seine Schwester ermunterte ihn aber noch zu bleiben. Er könne ihr ja etwas erzählen, was er auch tat. Als Martin Ramschulte sie danach verließ, hob sie zum Abschied leicht ihre Hand.

Das waren Erlebnisse, die Ramschulte dazu brachten, sich in der Hospizgruppe zu engagieren.

Der Landwirt erzählte von einer blinden 80-jährigen Frau, die er einmal in der Woche besuchte. Durch seine Zuwendung sprach sie wieder, legte Wert auf ihre Kleidung. Er ging mit ihr spazieren, zum Friseur und sie nahm wieder am Leben und dem gemeinsamen Singen im Altersheim teil.

Über kleine Erfolgserlebnisse seiner ehrenamtlichen Arbeit freut sich Martin Ramschulte. Im St.-Antonius-Haus betreut er alte Menschen und besucht auch zurzeit gesundheitlich kritische Fälle. „Das Lächeln der Betroffenen ist meine Freude und Lohn“, sagt er.

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