Projektwoche
Schöppinger Sekundarschüler nehmen soziale Medien kritisch unter die Lupe

Schöppingen -

Elisa ist gar nicht Elisa. Das Mädchen entpuppt sich in Wirklichkeit als eine Gruppe von vier Jungs. Die und die meinen es nicht nur gut.

Sonntag, 01.03.2020, 19:30 Uhr
Über die Geschichte der Kurden berichteten diese Sekundarschüler am Freitag während der Vorstellung der Projektergebnisse.
Über die Geschichte der Kurden berichteten diese Sekundarschüler am Freitag während der Vorstellung der Projektergebnisse. Foto: Rupert Joemann

Die hatten nur beim sozialen Netzwerk Instagram ein Profil mit dem Namen Elisa eingerichtet. Diese Geschichte erzählten Siebtklässler der Sekundarschule Horstmar/Schöppingen in einem Video im Rahmen der Projektwoche.

Die Jungs erschleichen sich als Elisa das Vertrauen eines jungen Mädchens, das sich immer mehr von ihren bisherigen Freunden abwendet und nur noch den Kontakt über das Internet zu Elisa sucht. Als die vier Jungen das Mädchen später in einem Park in die Enge treiben, können ihre alten (und wahren) Freunde noch rechtzeitig eingreifen.

Kurden werden diskriminiert

Gleich zwei Aussagen vermitteln die Schüler damit. Zum einen soll man nicht alles ungeprüft glauben, was man im Internet liest, zum anderen sind die Freunde im wirklichen Leben verlässlichere Freunde.

Jede Jahrgangsstufe hatte sich von Dienstag bis Freitag mit einem anderen Thema beschäftigt. Die Jahrgangsstufe 9 beschäftigte sich mit Rassismus. Eine Gruppe hatte sich dabei mit der Diskriminierung der Kurden in ihren Heimatländern befasst. Die Kurden leben vor allem in Teilen der Türkei, des Iraks, Irans und Syriens. Viele Kurden fliehen aus ihrer Heimat, weil sie unterdrückt werden oder vor dem Krieg.

Fantasievolle Bilder von Jürgen Klopp und anderen

Eine andere Gruppe malte Porträts. Das Thema lautete „andere Farben sind schön“. Die Schüler malten zum Beispiel fantasievolle Bilder von Nelson Mandela, Jürgen Klopp und Martin Luther King. Unterschiede zwischen dem Islam und Christentum arbeiteten weitere Schüler heraus. Dafür besuchten sie die Moschee in Ahaus.

Die Fünftklässler beschäftigten sich mit der Sozialstruktur im Klassenverband, die Sechstklässler mit Naturwissenschaften, die Siebtklässler mit Medien, die Achtklässler mit Sport und die Zehntklässler bereiteten ihren Schulabschluss vor.

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