Auch das politische Leben in der Gemeinde wird aufs Nötigste reduziert
Schöppinger verhalten sich solidarisch

Schöppingen -

Das öffentliche Leben liegt aufgrund der Corona-Krise weitgehend brach. Und auch das politische Leben wird auf ein Minimum reduziert.

Dienstag, 24.03.2020, 17:52 Uhr aktualisiert: 25.03.2020, 17:16 Uhr
Das Schöppinger Rathaus ist derzeit aufgrund der Corona-Krise geschlossen. Die Mitarbeiter sind aber telefonisch und per E-Mail erreichbar.
Das Schöppinger Rathaus ist derzeit aufgrund der Corona-Krise geschlossen. Die Mitarbeiter sind aber telefonisch und per E-Mail erreichbar. Foto: Rupert Joemann

Das öffentliche Leben liegt aufgrund der Corona-Krise weitgehend brach. Und auch das politische Leben wird auf ein Minimum reduziert. So hat Bürgermeister Franz-Josef Franzbach die Ratssitzung vom 1. April sowie nach Rücksprache mit dem Ausschussvorsitzenden Rainer Sobottka (SPD) auch die für den 30. März geplante Sitzung des Ausschusses für Jugend, Sport und Hallenbad abgesagt.

„Wir müssen uns derzeit fragen, ob die Sitzungen tatsächlich stattfinden müssen“, sagt Franzbach. Dabei sei entscheidend, ob die Themen dringend entschieden werden müssten oder auch einige Wochen später behandelt werden könnten. Notfalls kann die Einladungsfrist laut Geschäftsordnung des Rats von sieben auf drei Tage verkürzt werden.

Zudem sieht die Gemeindeordnung des Landes bei dringlichen Entscheidungen die Möglichkeit vor, dass der Bürgermeister mit einem Ratsmitglied eine Entscheidung treffen kann, wenn der Gemeinde sonst erhebliche Nachteile oder Gefahren entstehen könnten. Der Gemeinderat kann diese Dringlichkeitsentscheidung später wieder aufheben. Doch all das steht in Schöppingen nicht an.

Bürgermeister Franzbach ist vielmehr wichtig, dass die Bürger die Kontaktbeschränkung beachten. „Je besser wir die Einschränkungen einhalten, umso eher können die getroffenen Maßnahmen zurückgenommen werden.“

Franzbach zeigt sich sehr zufrieden mit dem Verhalten der Schöppinger. So haben Polizei und Ordnungsamt am vergangenen Wochenende keinen Einsatz gehabt, weil sich Menschen in Gruppen auf öffentlichen Flächen versammelt haben. „Die Schöppinger sind sehr vernünftig und verhalten sich solidarisch“, sagt Franz-Josef Franzbach. Der Chef der Gemeindeverwaltung hofft, dass die niedrige Zahl an Corona-Infizierten in der Vechtegemeinde auch in der nächsten Zeit so bleibt. Wie sie sich aber entwickeln werde, könne allerdings niemand vorhersagen.

Die Gemeinde hat einen kleinen Stab eingerichtet. „Wir haben am Wochenende von zu Hause aus E-Mails bearbeitet sowie Verlautbarungen und Ordnungsverfügungen wegen Quarantäne veranlasst.“ Vier Mitarbeiter sowie Franzbach waren dafür das gesamte Wochenende über in Bereitschaft.

Die Gemeinde hat für Fragen rund um das Coronavirus ein Bürgertelefon, 0175 6481025, eingerichtet, das von 6 bis 22 Uhr besetzt ist.

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