Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen
Freiwilliger Unterricht für Zehntklässler in Schöppingen

Donnerstag, 16.04.2020, 18:00 Uhr aktualisiert: 17.04.2020, 16:12 Uhr
Schulministerin Yvonne Gebauer berichtete am Donnerstag über die aktuelle Lage und die Maßnahmen der Landesregierung im Rahmen der Corona-Pandemie
Schulministerin Yvonne Gebauer berichtete am Donnerstag über die aktuelle Lage und die Maßnahmen der Landesregierung im Rahmen der Corona-Pandemie Foto: Federico Gambarini/dpa

Doch von regulärem Unterricht, wie vor dem Schließen, kann keine Rede sein. Das weiß auch Hubertus Drude , Leiter der Sekundarschule Horstmar-Schöppingen.

Ab dem 23. April werde es ein freiwilliges Angebot für die 106 Zehntklässler geben, „um sich auf die Prüfungen vorzubereiten“. Ein Unterricht nach dem üblichen Stundenplan wird nicht erteilt. Vielmehr stehen die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch im Mittelpunkt. Auf die zentrale Prüfung nach der zehnten Klasse wird in diesem Jahr an Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen verzichtet. Stattdessen sollen die Lehrkräfte eine Klassenarbeit schreiben lassen, die stärker auf den tatsächlich erteilten Unterricht Bezug nimmt.

Stärkere Teilöffnung erhofft

Welche Details für den Wiederbeginn vorgesehen sind, weiß Drude noch nicht. Er geht davon aus, dass die Ausführungsbestimmungen in den nächsten Tagen den Schulen mitgeteilt werden. So muss unter anderem geklärt sein, wie viele Schüler pro Quadratmeter in einem Klassenraum betreut werden dürfen.

Hubertus Drude hofft für die Zukunft auf eine stärkere Teilöffnung. „Wir müssen noch mehr in Sozialräumen denken“, sagte der Schulleiter am Donnerstagnachmittag. So werden in Schöppingen Mädchen und Jungen aus Schöppingen, Eggerode, Gemen, Horstmar, Leer, Laer und Holthausen unterrichtet. Das verstärkt berücksichtigen zu können, sei sinnvoll.

Auch das Unterrichten vor Ort und nicht nur übers Internet ist aus seiner Sicht wichtig: „Lernen ist etwas Soziales. Das kann man nicht nur mit einem Videochat.“ Das persönliche Miteinander spiele eine große Rolle.

Betreuung an der Sekundarschule

Derzeit werden zwei Kinder im Rahmen der Betreuungsmöglichkeit für Eltern, die in Berufen der kritischen Infrastruktur arbeiten, versorgt.

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An der Sekundarschule gibt es am Montag (20. April) ein Treffen von Vertretern des schulinternen Krisenstabs, des Schulträgers, der Feuerwehr und der Universitätsklinik Münster. Dabei sollen Details festgelegt werden. Eins steht nach Drudes Aussage schon fest: Der Schulträger hat den Schülertransport zugesichert.

Die Teilnahme am Unterricht ist für die Zehntklässler freiwillig. Schon am Donnerstag sind die Jugendlichen über eine Internet-Plattform informiert worden. Jetzt wartet Drude die Rückmeldungen ab.

Schulträger sichert Schülertransport zu

In den nächsten Tagen wird die Schulleitung unter anderem eine Raumplanung, ein Hygienekonzept und einen Plan für die Arbeitszeiten des Kollegiums aufstellen. Von Normalität ist auch die Sekundarschule noch ein gutes Stück weit entfernt.

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