Feuerwehr-Einsatz
Schweinestall auf dem Ramsberg brennt ab: Hunderte Tiere verendet

Schöppingen -

Der Schaden ist enorm: Etwa 900 Schweine sind am Mittwochmorgen beim Brand einer Stallung auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in der Bauerschaft Ramsberg verendet. Die Ursache für den Brand steht noch nicht fest. Die Polizei geht in ersten Schätzungen davon aus, dass die Schadenshöhe bei rund 900 000 Euro liegt.

Mittwoch, 29.04.2020, 18:00 Uhr aktualisiert: 29.04.2020, 18:44 Uhr
Neben den eigentlichen Löscharbeiten mussten die Feuerwehrleute auch dafür sorgen, dass die Flammen nicht auf andere Gebäudeteile überschlagen.
Neben den eigentlichen Löscharbeiten mussten die Feuerwehrleute auch dafür sorgen, dass die Flammen nicht auf andere Gebäudeteile überschlagen. Foto: Rupert Joemann

Bei einem Feuer in einem Stall in der Bauerschaft Ramsberg sind am Mittwoch hunderte Schweine getötet worden. Etwa 900 Schweine verendeten in den Flammen, 100 befanden sich am Nachmittag noch mit schweren Verbrennungen in dem einsturzgefährdeten Gebäude, wie ein Sprecher des Kreises Borken sagte. Die überlebenden Tiere müssten vermutlich durch das Kreisveterinäramt getötet werden, da sie aufgrund der Verbrennungen und Rauchvergiftungen „keine hohen Überlebenschancen haben“, erklärte ein Polizeisprecher.

Entdeckt wurde der Brand gegen 10.30 Uhr, daraufhin wurde die Feuerwehr alarmiert, die unter der Leitung von Thomas Sievert , stellvertretender Wehrleiter Schöppingen, die Brandbekämpfung aufnahm. Feuerwehrleute aus Heek und Ahaus unterstützten die Schöppinger Kollegen. Die Rauchsäule über der Brandstelle war kilometerweit zu sehen. Neben den Löscharbeiten versuchte die Wehr das Übergreifen der Flammen auf angrenzende Stallungen zu verhindern.

Das Löschwasser musste die Feuerwehr aus einer hofeigenen Zisterne und aus zwei Löschteichen an die Einsatzstelle bringen. Auch Landwirte unterstützen die Feuerwehr mit Güllebehältern bei der Löschwasserversorgung. Ein 47-jähriger Bewohner des landwirtschaftlichen Anwesens hatte nach Polizeiangaben noch versucht, den Brand zu löschen. Der Mann kam mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.

Feuerwehren im Einsatz

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  • Stallbrand Bauerschaft Ramsberg 37 Schöppingen

    Foto: Rupert Joemann
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  • Stallbrand Bauerschaft Ramsberg 37 Schöppingen

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  • Stallbrand Bauerschaft Ramsberg 37 Schöppingen

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  • Feuer am Ramsberg

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Die Brandursache war am Nachmittag noch unklar, wie die Polizei in Borken weiter mitteilte. Ein technischer Defekt wurde allerdings nicht ausgeschlossen. Der Stall brannte komplett nieder, ersten Schätzungen zufolge dürfte der Schaden rund 900 000 Euro betragen.

Der Einsatz sei alles andere als Routine, sagte Ralf Mensing , Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Schöppingen, am Nachmittag auf WN-Nachfrage. „Wenn 1000 Tiere betroffen sind, lässt das niemanden kalt. Das ist immer belastend. Immerhin hätte das Gros der Tiere nicht lange leiden müssen. „Der Stall stand unter Vollbrand, das geht dann relativ schnell . . .“ Auch die Wasserversorgung sei nicht ohne gewesen. Sowohl die Schöppinger als auch die Heeker Feuerwehr sei zwar dafür ausgerüstet, Wasser auch über weitere Strecken ran zu holen. „Viel mehr Meter hätten es aber nicht sein dürfen“, sagte Mensing. Bei allen belastenden Faktoren ist es der Wehr immerhin gelungen, angrenzende Gebäude zu schützen. Sowohl das Wohnhaus als auch weitere Stallungen wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen.

Der abgebrannte Stall musste allerdings abgerissen werden. Damit war am Nachmittag neben der Schöppinger Wehr auch das THW beschäftigt, das mit schwerem Gerät angerückt war. 85 Feuerwehrleute waren nach Angaben von Ralf Mensing im Einsatz. Wie lange er für die Schöppinger Kameraden dauern würde, konnte Wehrleiter Mensing beim Telefonat mit den WN am Nachmittag noch nicht abschätzen. Neben den Abrissarbeiten beschäftigten auch letzte Glutnester die Feuerwehrleute aus dem Vechtedorf.

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