„Sehr gute Frühtracht“
Imker zufrieden mit der Qualität der ersten Honigernte

Schöppingen -

Die Vereinten Nationen haben den 20. Mai zum „Weltbienentag“ ausgerufen. Damit wollen sie auf den Rückgang der weltweiten Bienenpopulation und den dringenden Schutz der Nutzinsekten aufmerksam machen. Wir befragten den 77-jährigen erfahrenen Imker Heinz Wilpers zum Stand des aktuellen Bienenjahres:

Montag, 25.05.2020, 16:58 Uhr
Züchtet seit über 25 Jahren
Züchtet seit über 25 Jahren Foto: Dieter Huge sive Huwe

Wie sind die Imker in dieses Jahr gestartet?

Heinz Wilpers : Das kann man nur als sehr gut bezeichnen. Natürlich kann ich nicht für alle Kollegen sprechen, aber in meinen Beständen gab es nur zwei Prozent Ausfälle. Das ist sehr wenig. Es gibt durchaus Fälle, in denen bis zur Hälfte der Völker von Krankheiten wie der Varroamilbe betroffen sind.

Wie wirkt sich das Wetter auf den Ertrag aus?

Wilpers: Nun, wir hatten ein ziemlich trockenes Frühjahr. Das führt dazu, dass wegen der fehlenden Feuchtigkeit der Nektar nicht in allen Pflanzen einschießt. Dennoch ist die Ernte bislang gut. Die Frühtracht hat eine sehr gute Qualität. Auch hier gilt aber: Das ist abhängig vom Standort.

Wo haben Sie die Bienenstöcke stehen?

Wilpers: Es gibt insgesamt 18 Stellen im Bereich Metelen, Ochtrup oder auch Schöppingen, die ich mit meinen Völkern bestückt habe. Es gibt immer wieder Anfragen zur Bestückung von Flächen, doch kann ich die nicht alle erfüllen.

Gibt es bei den Standorten Besonderheiten?

Wilpers: Sicherlich. Ich habe etwa Völker an Erdbeerfeldern stehen. Im fertigen Honig schmeckt man dann auch den Erdbeergeschmack heraus.

Zur Prognose für den Sommer: Was hätte es für Auswirkungen, wenn der wieder einmal sehr trocken ausfallen sollte?

Wilpers: Wenn die Linden kein Wasser kriegen, dann ist es um den Sommerhonig schlecht bestellt.

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